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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach bremst den FC Bayern aus und sorgt für die erste Hinrunden-Niederlage der Münchner unter Pep Guardiola. Franck Ribery gibt sein Comeback.

Der FC Bayern München kann doch noch verlieren: Der deutsche Rekordmeister hat nach einer desaströsen zweiten Halbzeit mit dem 1:3 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach seine erste Saison-Niederlage kassiert. Während der Tabellenführer erst zum zweiten Mal in dieser Saison Federn ließ, setzte Gladbach seinen fast schon unheimlichen Siegeszug unter dem neuen Trainer André Schubert fort. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Oscar Wendt (54.), Lars Stindl (66.) und Fabian Johnson (68.) trafen im Bundesliga-Klassiker für die Borussia, die nun schon seit zwölf Pflichtspielen ungeschlagen ist. Bayern war zwar besonders vor der Pause die bessere Mannschaft, blieb aber zum dritten Mal in Folge gegen die Borussia sieglos. Daran änderte auch der Treffer des in der 75. Minute eingewechselten Franck Ribéry (81.) bei seinem ersten Einsatz seit März nichts. (DATENCENTER: Tabelle)

"Wir waren mutig und haben uns nicht wie viele andere Mannschaften hinten rein gestellt. Das wurde am Ende belohnt", jubelte Johnson, während Schubert lobte: "Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen, das war eine sensationelle Leistung. In der ersten Halbzeit hatten wir das nötige Quäntchen Glück, aber auch einen sehr guten Torwart. Nach dem 1:0 hatten wir noch viel mehr Mut und Selbstvertrauen. Dass Bayern bis zur letzten Sekunde gefährlich ist, war mir klar."

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Ribery meinte: "Wir müssen in der ersten Halbzeit 2:0 oder 3:0 führen", sagte er bei Sky: "Wir sind selbst schuld, aber das ist Fußball. Wir müssen das schnell vergessen."

In Schubert-Ära besser als Bayern

Für die Bayern war es die erste Hinrunden-Niederlage seit dem 28. Oktober 2012 (1:2 gegen Leverkusen). Die Borussia verdiente sich den Sieg nach der Pause mit einem mutigen Auftritt und ist nun sogar Spitzenreiter in der "Schubert-Tabelle": Seit Schuberts Amtsantritt hat Gladbach in zehn Spielen 26 Punkte gesammelt, einen mehr als die Bayern in diesem Zeitraum.

© SPORT1

"Wir werden uns nicht nur hinten einigeln", hatte Schubert vor dem Spiel gesagt. Die Borussia erfüllte diese Vorgabe nach Kräften und bot den Gästen die Stirn, fand jedoch vor der Pause kaum ein Durchkommen. Die Führung fiel eher glücklich, anschließend spielte sich der VfL in einen Rausch. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Coman scheitert am Pfosten

Vor 54.010 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park übernahm die Guardiola-Elf, die erstmals seit Januar 2014 unverändert in ein Pflichtspiel gegangenen war, zunächst das Kommando. Der starke Kingsley Coman überlief auf links mehrfach den überforderten Startelf-Debütanten Nico Elvedi (19) und leitete eine Reihe von gefährlichen Aktionen ein. Die beste Chance vergab Coman selbst, als er in der 25. Minute nur den Pfosten traf.

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Bis zur Pause fand die Borussia zurück in die Partie und profitierte dabei auch von nun unkonzentrierten Bayern. Ohne die verletzten David Alaba, Arjen Robben, Douglas Costa, Thiago, Mario Götze und Juan Bernat fehlte dem Rekordmeister etwas der Schwung der vergangenen Wochen.

Wendt leitet Sieg ein

Kurz nach der Pause ging die Fohlenelf dann etwas überraschend in Führung. Raffael spitzelte im Strafraum zu Wendt, der aus zehn Metern mit seinem eigentlich schwächeren rechten Fuß platziert ins Eck traf. Für den Schweden war es das zweite Saisontor.

Danach wirkten die Bayern völlig von der Rolle, Gladbach spielte sich in einen 15-minütigen Rausch. Innerhalb von nur drei Minuten sorgten zunächst Stindl mit einer Direktabnahme und dann Johnson für die Vorentscheidung.

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