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Der frühere Kölner Profi Olaf Janßen kritisiert bei SPORT1 Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke wegen seiner Wechselempfehlung für FC-Torwart Timo Horn.

Der frühere Spieler des 1. FC Köln, Olaf Janßen, zeigt sich verärgert über die Wechselempfehlungen von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke für Kölns Torwart Timo Horn. 

"Dass Timo Horn von Seiten des DFB in Person von Andreas Köpke (Bundestorwarttrainer, d. Red.) ein Wechsel ins Ausland nahegelegt wird, um in absehbarer Zeit eine Chance in der Nationalmannschaft zu haben, ist eine Unverschämtheit", sagt Janßen im Gespräch mit SPORT1 und ergänzt: "Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Timo zwölf Monate vom FC bezahlt wird und nur zeitweise bei der Nationalelf ist."

Köpke hatte zuletzt im Express die Debatte um Horn angeheizt, indem er die Chancen des FC-Keepers auf eine Berufung in die A-Auswahl kritisch beurteilt hatte, weil Horn nicht in der Champions League spiele.  

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Horn war zuletzt mit dem von Jürgen Klopp trainierten Premier-League-Verein FC Liverpool in Verbindung gebracht worden.

Stöger: "Kann die Aussage nicht nachvollziehen"

Wie Janßen konnte auch FC-Coach Peter Stöger diese Aussage nicht nachvollziehen und meinte: "Ich kann diese Aussage nicht nachvollziehen. Sie führt ja die Behauptung ad absurdum, dass die Bundesliga die beste Liga der Welt ist. Wenn die Leistungen dort nicht reichen, um Ansprüche zu stellen, kenne ich mich nicht aus."

Entscheidend sei für Stöger, dass Horn "Woche für Woche auf einem sehr hohen Level spielt und seine Leistung bringt." 

Janßen habe Horn "als einen mit beiden Beinen im Leben stehenden jungen Mann kennen gelernt, der weiß, woher er kommt und dass alles, was er bis jetzt erreicht hat, mit dem 1. FC Köln verbunden ist. Sein Herz schlägt für den FC und das wird auch so bleiben."

In Horns bis 2019 laufendem Vertrag soll es eine Ausstiegsklausel in Höhe von neun Millionen Euro geben.

Janßen glaubt an Horn-Zukunft in Köln

Janßen, der zwischen 1985 und 1996 für die Kölner 209 Bundesligaspiele absolvierte und 16 Tore erzielte, ist zuversichtlich, dass die Zukunft des Keepers auch weiter bei den "Geißböcken" liegt.

"Der Verein ist in der Lage, gemeinsam mit seinem Umfeld, Timo eine wirtschaftliche Perspektive zu geben, mit der dieser leben kann. Der FC wird hier an seine Schmerzgrenze gehen und vielleicht noch ein Stückchen darüber hinaus."

Am Ende sei aber ein weiterer Punkt ausschlaggebend, "ob Timo bleibt oder geht."

Sportliche Entwicklung

Janßen denkt dabei an die sportliche Entwicklung der Kölner. "Wenn der FC es schafft, Timo aufzuzeigen, dass man in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Mannschaft auf den Platz bringt, die um die internationalen Plätze mitspielen kann, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass er noch die nächsten drei Jahre in Köln spielen wird." 

Danach sei Horn immer noch "erst 26 Jahre alt, und als Torwart kann er dann noch weitere 10 Jahre auf höchstem Niveau spielen."

Janßen startete nach seiner Karriere als Spieler seine Trainer-Laufbahn. Bei 1860 München und der Nationalmannschaft von Aserbaidschan war er als Co-Trainer tätig und bei Rot-Weiss Essen und Dynamo Dresden war er Chefcoach. Zurzeit ist der gebürtige Krefelder ohne Job.

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