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VfL Wolfsburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
VfL Wolfsburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga © Getty Images
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Wolfsburg - Die Niedersachsen machen mit einem Zittersieg einen Schritt aus der Krise - auch weil Frankfurt vom Punkt versagt. Julian Draxler ist am Tor des Tages beteiligt.

Dem VfL Wolfsburg ist im ersten Spiel nach der Trennung von Geschäftsführer Klaus Allofs der erhoffte Befreiungsschlag geglückt.

Die Wölfe feierten durch das 1:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt den ersten Heimsieg der Bundesligasaison und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Die zuvor acht Spiele ungeschlagenen Frankfurter fielen derweil auf Tabellenplatz sechs zurück.

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Draxler zurück in Startelf

VfL-Innenverteidiger Jeffrey Bruma erzielte das Siegtor (33.) nach einem Eckball von Nationalspieler Julian Draxler. Der wechselwillige Weltmeister war von Trainer Valerien Ismael nach seiner Ausbootung gegen Bayern München (0:5) wieder ins Team berufen worden (Die Tabelle der Bundesliga). 

Wolfsburg hatte zudem Glück, dass der eingewechselte Alexander Meier in der 67. Minute einen zumindest umstrittenen Foulelfmeter über das Tor drosch. Dabei galt Meier mit zuvor neun Treffern gegen den VfL als "Wölfe-Schreck".

Selbst Eintracht-Coach Niko Kovac sah im von Referee Dr. Felix,Brych als strafstoßwürdig geahndeten Zweikampf zwischen Wolfsburgs Josuha Guilavogui und Makoto Hasebe "eine Schwalbe" seines Schützlings.

Umso größer war der Ärger im Lager der Hessen, dass Brych keine zwei Minuten später nach einem überharten Einsteigen von Daniel Caligiuri gegen Eintracht-Stürmer Ante Rebic nicht erneut auf den Punkt zeigte.

Doppelter Elfer-Ärger

"Der zweite Elfmeter, der nicht gepfiffen worden ist, war sowas von klar. "Das ist ein brutales Foul im Strafraum", polterte Eintracht-Manager Fredi Bobic bei Sky, dem bei der Betrachtung der TV-Bilder letztlich die Worte fehlten. "Wenn man da so hingeht... Ich bin froh, dass er nicht verletzt ist", um sich abschließend zu wiederholen: "Das war ein ganz klares Foul, ein Elfmeter und eine Gelbe Karte."

Sein Coach sah es ähnlich: "Er muss das pfeifen, was er sieht. Wenn er sich bei der ersten Aktion vertan hat, kann er nicht bei der zweiten Situation sagen: 'Den gebe ich nicht!' Wo kommen wir dahin?"

Zum Rüpel-Image seiner Mannschaft sagte er: "Es gab eine Aktion gegen Hoffenheim. Aber das ist Bundesliga. Sonst können wir ja Basketball spielen. Wir sind nicht die Tretertruppe Nummer eins. Uns so zu nennen, ist lächerlich."

Am vergangenen Freitag hatte Eintracht-Verteidiger David Abraham zum Ellenbogenschlag gegen TSG-Stürmer Sandro Wagner ausgeholt, war dabei aber straffrei geblieben.

Bei Kovac' Gegenüber war die Erleichterung nach dem ersehnten ersten Heimsieg der Saison hingegen greifbar. "Ich bin absolut glücklich. Endlich haben wir den Heimplatz als Sieger verlassen. Die Mannschaft war hochmotiviert, wir haben uns sehr viel vorgenommen und viel davon umgesetzt. Wir wollten auch in der zweiten Halbzeit mutiger sein als in der Vergangenheit", sagte Valerien Ismael nach dem Abpfiff.

Ob der Franzose aber auch nach dem Jahresabschluss am kommenden Dienstag bei Borussia Mönchengladbach Trainer in Wolfsburg bleibt, ist trotzdem fraglich. Unter seiner Regie holte der Vizemeister von 2015 nur sieben Punkte aus acht Spielen (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

VfL steht defensiv sicher

Ismael hatte seine verunsicherte Mannschaft zur Vorbereitung zu einem Kurztrainingslager in Königslutter vor den Toren Wolfsburgs versammelt. Offenbar hatte Ismael dort den richtigen Ton getroffen, denn die Hausherren kamen vor 26.967 Zuschauern stark aus der Kabine. Gleich in der ersten Minute hatten Paul Seguin und Mario Gomez eine Doppelchance zur Führung.

© iM Football

Danach zog sich der VfL unverständlicherweise zurück, und die Eintracht übernahm zunehmend das Kommando. Doch die neu formierte Wolfsburger Defensive mit Luiz Gustavo als zentralem Verteidiger in der Dreierabwehrkette stand zunächst sicher.

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Erst nach einer halben Stunde intensivierte Wolfsburg wieder seine Offensivbemühungen - und wurde belohnt. Zuerst fehlte Gomez nach einer Flanke eine Fußbreite zum 1:0, eine Minute später köpfte Bruma den Ball zur Führung ins Tor. VfL-Trainer Ismael jubelte sichtlich erleichtert an der Seitenlinie mit.

Gomez mit Chancenwucher

Eintracht-Trainer Niko Kovac reagierte auf den Rückstand und brachte zur Halbzeit Meier. Zu Chancen kam aber zunächst Gomez auf der anderen Seite: Zuerst traf der Nationalstürmer das Außennetz (55.), dann scheiterte er an Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (56.).

Dies wäre beinahe mit dem Ausgleich bestraft worden, doch Meier versagten beim Elfmeter die Nerven. Zuvor war Makoto Hasebe im Zweikampf gegen Josuha Guilavogui zu Boden gegangen. In der 89. Minute vergab Marco Fabian aus sieben Metern die nächste Großchance zum Ausgleich. Auf der Gegenseite hätte Draxler (90.+4) alles klar machen können, verfehlte den linken Pfosten aber um Zentimeter.

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