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Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga © Getty Images
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Uli Hoeneß betrachtet die frühen Transfers von Jugendspielern zu europäischen Topklubs mit Argwohn. Gleichzeitig dürfe der FC Bayern nicht leer ausgehen.

Uli Hoeneß hat die Transfers von Jugendspielern zu europäischen Topklubs kritisiert. Der Präsident des FC Bayern München sei "kein großer Freund davon, dass man 12-, 13-, 14-Jährige schon total aus den Familien herausreißt. Das soziale Umfeld halte ich für sehr wichtig", sagte der 64-Jährige bei BFV.TV.

Trotzdem müsse der Rekordmeister aufpassen, dass er durch diese "relativ antiquierte Meinung nicht ins Hintertreffen" gerate. Denn "am Ende nützt dir diese relativ soziale Einstellung zu diesem Thema nichts, wenn du dann nachher keine Talente mehr kriegst".

Schlechte Erfahrung

Der FC Bayern selbst sei mit so einem "Experiment" einst gescheitert, als er einen 13-jährigen Peruaner nach München holte, den Claudio Pizarro als "das größte Talent Südamerikas seit Lionel Messi" gepriesen habe.

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"Nach zwei Jahren hatte er so Heimweh und hat dann auch zugenommen, weil er zu viel gegessen hat. Er hat dann bei uns, ich glaube mit 16, nicht mal mehr in der ersten Jugend gespielt", erinnert sich Hoeneß.

Der 64-Jährige sieht generell in einer so frühen Verpflichtung keinen Vorteil, "weil sie, bis sie 18 sind, gar nicht mehr so hungrig sind, weil sie bei den Profiklubs schon viele Jahre wie Stars behandelt werden. Das ist nicht die beste Voraussetzung, um ein großer zu werden. das ist eine Charakterfrage."

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