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München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat keine Angst vor Investoren wie Mateschitz oder Hopp und fühlt sich durch den Erfolg von RB Leipzig sogar angestachelt.

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß setzt sich für eine Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Fußball ein.

"Uns wird immer vorgeworfen, der FC Bayern sei dagegen, damit die anderen nicht uns ebenbürtig sind. Das ist Blödsinn. Wir haben unsere Regeln mit unseren Mitgliedern gemacht, dass wir nicht mehr als 30 Prozent ohne ihre Zweidrittel-Mehrheit verkaufen dürfen", sagte der FCB-Boss im Gespräch mit SPORT1.

"Von mir aus kann jeder in der Welt machen, was er will. Wenn einer meint, er muss 100 Prozent seiner Anteile an irgendwelche Investoren verkaufen, soll er das aus unserer Sicht tun. Wir werden das nicht tun und uns mit unseren Mitteln dagegen zu wehren wissen."

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Lob für Mateschitz

Damit bekräftigte Hoeneß am Rande des Frauen-Bundesligaspiels zwischen dem FC Bayern und Turbine Potsdam seine zuvor gemachten Aussagen im Interview mit der Bild am Sonntag.

Darin hatte er auch RB Leipzig und dessen Geldgeber Dietrich Mateschitz verteidigt.

"Ohne Mateschitz und ohne Red Bull gäbe es im Osten keinen wettbewerbsfähigen Fußballverein und deswegen kann ich da nix Negatives dran finden", erklärte der 64-Jährige.

Anfeindungen gegen Investoren wie Mateschitz oder Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim könne er daher nicht nachvollziehen.

"Fühle mich noch mehr angestachelt"

"Das war eine Riesenschweinerei. Auch die Anfeindungen gegen meinen Freund Dietmar Hopp habe ich nie verstanden. ", sagte Hoeneß, der den Erfolg dieser Vereine vielmehr als Ansporn sieht:

"Ich fühle mich durch solche Dinge noch mehr angestachelt. Es dem zu zeigen, der einen Superjob macht mit seiner Company, der alles der Dose unterwirft, in der Formel 1 erfolgreich war und jetzt eben im Fußball zeigen will, dass er es auch kann - das reizt mich geradezu. Das wird ein spannendes Rennen."

Sportdirektor fehlt als Bindeglied

Zudem erklärte Hoeneß auch, warum der Rekordmeister so schnell wie möglich einen Sportdirektor benötige. "Es gibt keine Verbindung zwischen Mannschaft und uns hier", sagte er vor allem mit Blick auf die Auswärtsspiele.

"Entscheidend ist, dass der Spieler weiß, egal, was passiert: Ich habe da einen, an den ich mich wenden kann, wenn ich ein Problem habe."

Und weiter: "Das ist ja das, was die Fans bei mir so schätzen. Dass ich wie eine Glucke über diesem Verein hänge, und sie wissen: Da kann kommen, wer mag auf dieser Welt, der Hoeneß lässt den nicht durchs Isartor."

"Lahm als Sportler nicht zu ersetzen"

Daher soll spätestens zur neuen Saison ein neuer Sportchef installiert werden. Allerdings hoffe er weiter, dass Rummenigges Wunschkandidat Phillip Lahm seinen Vertrag als Profi bis 2018 erfülle.

"Philipp ist für diesen Verein im Moment als Sportler noch nicht zu ersetzen. Ich bin hundertprozentig sicher, dass Philipp irgendwann bei Bayern München arbeitet", sagte Hoeneß.

Der Zeitpunkt sei aber noch offen: "Das wichtigste Gespräch zwischen Philipp Lahm, Karl-Heinz und mir hat noch gar nicht stattgefunden. Das wird irgendwann in der nächsten Zeit kommen, und dann werden gewisse Weichen gestellt."

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