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Julian Nagelsmann verurteilt die Beleidigungen aufs Schärfste
Julian Nagelsmann verurteilt die Beleidigungen aufs Schärfste © Getty Images
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Sinsheim - Julian Nagelsmann war der gefeierte Star bei Hoffenheims Mitgliederversammlung. Dietmar Hopp verrät, dass der Erfolgstrainer bei anderen Klubs auf der Liste steht.

Die Unbezwingbar-Serie von Julian Nagelsmann und seinen Hoffenheimern weckt offensichtlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. 

Bei der Jahreshauptversammmlung der Kraichgauer am Montagabend sagte TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp, der erfolgreiche Trainer stehe "natürlich im Fokus anderer".

Hoffnung bei Hopp

Gleichzeitig stellte Hopp aber klar: "Ich habe die Hoffnung und den Glauben, dass es mit Julian länger hält, als manche unken. Er ist sicher keiner, der einen Schnellschuss macht. Er will beweisen, dass er nachhaltig mit Erfolg arbeiten kann. Das möchte er am Beispiel Hoffenheim zeigen."

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Wenn es nach Hopp geht, soll der Coach noch viele Versammlungen bei der TSG erleben - obwohl die kaum noch für möglich gehaltene Rettung vor dem Abstieg in der vergangenen Spielzeit, die 13 ungeschlagenen Partien in der laufenden Saison und der vierte Platz in der aktuellen Tabelle die Begehrlichkeiten der Konkurrenz geweckt haben.

"Grandiose Rettungsaktion"

Zuvor hatte Hopp den Trainer vor den 351 anwesenden Mitgliedern (insgesamt 7155) in der Mehrzweckhalle der Sinsheimer Carl-Orff-Schule ausgiebig gefeiert. "Ich freue mich sehr, dass ich heute bei der Versammlung eines Erstligisten bin. Das verdanken wir Julian und seiner grandiosen Rettungsaktion. Er hat uns die Klasse gehalten", rief der 76-Jährige den Klubangehörigen zu - und erntete dafür tosenden Applaus.

Dass die Hoffenheimer in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagen sind, sieht Hopp auch als Verdienst Nagelsmanns, der neben Sportchef Alexander Rosen, Kapitän Eugen Polanski sowie den Profis Pirmin Schwegler und Kerem Demirbay bei der Versammlung dabei war. "Herzlichen Dank, Julian" sagte Hopp in Richtung des Trainers: "Dank dir und deinem Team spielen wir eine solch grandiose Rolle in der Bundesliga."

Keine neuen Saisonziele

Trotz dieser grandiosen Rolle wollte sich der Milliardär mit Blick auf neue Saisonziele nicht aus dem Fenster lehnen. "Im vergangenen Jahr hatte ich große Angst, dass wir absteigen. Nun, diese Angst habe ich dieses Jahr nicht - mehr sage ich dazu aber nicht", äußerte Hopp, der allerdings keinen Hehl daraus machte, dass ihm die Mannschaft "derzeit mächtig Spaß macht".

Obwohl Hopp die Saisonziele nicht nach oben korrigieren möchte, sollten sich die TSG-Verantwortlichen dennoch mit der ersten Europacup-Teilnahme ihrer Klubgeschichte befassen. Schließlich schafften es in der Bundesliga-Historie alle Klubs, die nach 13 Spielen ungeschlagen waren, am Ende auch in den Europapokal.

Wohin die Reise der TSG geht, könnte schon vor Weihnachten klar sein. Falls die Hoffenheimer nach den ausstehenden drei Partien bei Eintracht Frankfurt (Freitag), gegen Borussia Dortmund und Werder Bremen immer noch ungeschlagen sind, können sich Nagelsmann und Co. die Europakarte schon einmal unter den Christbaum legen.

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