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Zwei Tage nach seinem Aus als Vorstandschef beim HSV äußert sich Dietmar Beiersdorfer erstmals selbst zu seiner Abberufung - und räumt Fehler ein.

Am Sonntagabend gab der HSV die Abberufung von Dietmar Beiersdorfer als HSV-Vorstandschef bekannt.

In einem Interview mit der Bild äußerte sich dieser nun erstmals selbst über den Rauswurf.

Grund für das Aus ist für ihn nicht nur die sportliche Talfahrt. Er könne sich vorstellen, dass der HSV "einen Vorstands-Vorsitzenden mit einer anderen Charakteristik" will: "Einen, der nach außen stärker auftritt und auch mal auf den Tisch haut."

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Trotzdem könne er die Entscheidung nicht verstehen und die Enttäuschung sei groß. "Aber natürlich habe auch ich Fehler gemacht", räumte Beiersdorfer ein.

Zum Beispiel, dass er nach der Entlassung von Peter Knäbel im Mai keinen neuen Sportchef holte: "Vielleicht habe ich es, politisch gesehen, versäumt, mir einen Sportdirektor als Puffer zu holen."

Oder dass er in der Transferperiode im Sommer keine einheitliche Linie mit dem damaligen Trainer Bruno Labbadia fuhr. "Das war die schwerste Transfer-Periode meines Lebens. Es gab viele Reibungen über die Ausrichtung", gab Beiersdorfer zu.

Dass HSV-Investor Klaus-Michael Kühne dem 53-Jährigen in dieser Hinsicht reinredete, dementierte Beiersdorfer. Kühne habe "nie in das operative Geschäft eingegriffen".

Diese Fehler und Versäumnisse wurden Beiersdorfer zum Verhängnis - das muss er sich spätestens jetzt auch selbst eingestehen. Am Mittwoch übernimmt Heribert Bruchhagen den Posten von Beiersdorfer beim HSV.

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