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Augsburg und München - Nach dem ersten Sieg unter Interimscoach Manuel Baum spricht Geschäftsführer Sport Stefan Reuter bei SPORT1 über die aktuelle Lage beim FC Augsburg und das Trainer-Thema.

Stefan Reuter hat sich nach Spiel eins nach der Entlassung von Dirk Schuster gegen Borussia Mönchengladbach zufrieden über den Auftritt des FC Augsburg geäußert.

"Das war sehr gut, wir haben auch immer versucht nach vorne zu spielen, auch wenn da sicher noch Luft nach oben ist. Insgesamt sind wir extrem glücklich mit dem Ergebnis", sagte der FCA-Geschäftsführer im Gespräch mit SPORT1.

"Es hat immer noch nicht alles funktioniert und war nicht so flüssig, aber wir haben gegen Gladbach keine richtige Torchance zugelassen."

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Lob für Baum

Für Interimstrainer Manuel Baum, der nach der Entlassung von Schuster gegen Gladbach debütierte und auch im nächsten Spiel bei Borussia Dortmund auf der Bank sitzen wird, fand Reuter lobende Worte. "Im Moment habe ich einen sehr guten Eindruck von ihm. Es wird sehr konzentriert trainiert und gearbeitet, aber das war auch nicht anders zu erwarten."

Wie es mit Baum nach dem letzten Spiel 2016 weitergeht, wollte Reuter nicht verraten. "Wir führen keine Diskussion um einen weiteren Verbleib von Baum als Cheftrainer, nach Dortmund ist eine Pause, da können wir uns in Ruhe hinsetzen, die Situation analysieren und überlegen, wie es im neuen Jahr weitergeht."

Den Trainermarkt im Auge hat Reuter aber natürlich dennoch: "Ein bisschen gucken tut man immer, aber uns zeichnet aus, dass wir uns zwar Gedanken über die Situation machen. In erster Linie beschäftigen wir uns aber mit dem nächsten Gegner, das ist Borussia Dortmund."

Reuter überrascht vom medialen Echo

Überrascht zeigte er sich vom Echo nach der Schuster-Entlassung.

"Überrascht war ich schon, aber man muss das auch verstehen, weil das für den Außenstehenden auch schwer einzuschätzen ist. Wir stehen akzeptabel da in der Tabelle, haben die Punkte, die wir brauchen, um jetzt nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen", so Reuter.

"Wir machen solche Entscheidungen nicht von Ergebnissen abhängig, sondern es wird immer die Art und Weise, wie wir arbeiten, beurteilt."

Und weiter: "Wenn wir das Gefühl haben, dass es sich in die verkehrte Richtung entwickelt, dann halte ich es für konsequent, dass wir dann auch handeln."

"Wir wünschen ihm alles Gute"

Das Thema Schuster ist für Reuter abgehakt. "Wir wollen da gar nicht weiter rumspekulieren. Wir wünschen ihm alles Gute, weil auch nicht alles schlecht war. Wir stehen akzeptabel da und da hat er seinen Anteil daran. Nur ist es jetzt wichtig, in die Zukunft zu schauen."

Über die deutlichen Worte von FCA-Kapitän Paul Verhaegh, der die hundertprozentige Überzeugung bei Schuster vermisste, meinte Reuter nur: "Ich war schon überrascht über die Worte von ihm, aber er ist eine gestandene Persönlichkeit und hat einfach seine Meinung gesagt."

Doch: "Unsere Mannschaft war nicht gegen den Trainer, sie ist charakterlich sauber und absolut vorbildlich."

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