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Borussia Moenchengladbach v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Borussia Moenchengladbach v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga © Getty Images
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München - Julian Nagelsmann ist der Durchstarter in der Bundesliga. Vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt spricht sein Chef Alexander Rosen bei SPORT1 über den Erfolgscoach.

Als Hoffenheims Manager Alexander Rosen am 11. Februar 2016 den damals 28 Jahre alten Julian Nagelsmann als jüngsten Cheftrainer der Bundesliga-Geschichte präsentierte, gab es nicht wenige in der Branche, die die Nase rümpften.

Die TSG befand sich nach dem Rücktritt von Huub Stevens in höchster Abstiegsnot und Nagelsmann war ein Nobody in der Branche. Seit 2010 im Verein hatte er zuvor erfolgreich die U19 gecoacht.

Nur zehn Monate nach seiner Vorstellung gehört Nagelsmann schon zu den absoluten Top-Trainern in der Liga.

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Unter seiner Regie belegen die Kraichgauer nach 13 Spielen den vierten Platz und sind neben Spitzenreiter RB Leipzig als einzige Mannschaft bislang noch ungeschlagen. Es ist die längste Serie der Vereinsgeschichte ohne Niederlage.

Rosen stolz auf Nagelsmann-Coup

Rosen, der am Sonntag im Volkswagen Doppelpass zu Gast sein wird (ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), kann zu Recht stolz sein auf seinen Coup.

Die Hoffenheimer rocken die Liga und erinnern an ihre eigene Sensations-Hinrunde der Saison 2008/09. Damals war man als Aufsteiger mit spektakulärem Offensivfußball zur Herbstmeisterschaft gestürmt.

"Julian trägt natürlich einen großen Anteil an der aktuell positiven Situation", sagt Rosen vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (Fr., ab 20.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) zu SPORT1.

"Der Cheftrainer hat meiner Meinung nach die Schlüsselrolle in jedem Verein. Und hinter ihm steht bei uns ein starkes Team und eine talentierte, willige Mannschaft." Dies sei "eine gute Basis für starke Leistungen", meint der 37-Jährige.

Nagelsmanns Quote ist beeindruckend: Er ist seit dem Bundesliga-Aufstieg 2008 der neunte Trainer bei den Kraichgauern - und der mit der besten Punktzahl (1,78). Noch vor Ralf Rangnick (1,44) und Markus Gisdol (1,24).

Interesse aus dem In- und Ausland

Nagelsmanns erfolgreiche Arbeit hat aus Hoffenheimer Sicht aber auch eine Kehrseite. Wie Mehrheitseigner Dietmar Hopp kürzlich auf der Mitgliederversammlung des Klubs verriet, sind inzwischen auch andere Klubs aus dem In- und Ausland auf ihn aufmerksam geworden.

Dabei macht den jungen Trainer nicht nur der sportliche Höhenflug so interessant, sondern auch sein souveränes Auftreten vor den Kameras.

Das weiß auch Rosen, bleibt aber dennoch betont gelassen - auch wenn jeder Sieg Nagelsmann noch begehrter macht. 

"Julian hat einen Vertrag bis 2019. Er brennt für seine Mannschaft und die TSG. Und er hat hier optimale Voraussetzungen", erklärt er bei SPORT1 mit Blick auf die Spekulationen.

Rosen schwärmt

Gleichzeitig lobt Rosen seinen Erfolgscoach in den höchsten Tönen: "Ich wusste schon früh, dass wir mit Julian nicht nur einen besonderen Trainer, sondern auch einen besonderen Menschen haben. Neben seiner fachlichen Kenntnis hat er ein starkes Auftreten und kommt gut an."

Dieser Mix spiegelt sich derzeit in der Tabelle. Drei Spiele stehen vor der Winterpause noch auf dem Programm.

Das Selbstbewusstsein ist groß: "Wenn wir neun Punkte holen, wäre das Weltklasse. Mit sieben wäre ich aber auch zufrieden", sagt Nagelsmann vor der Reise an den Main.

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