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München - Nach dem 0:8 beim FC Bayern gehen die Experten im Volkswagen Doppelpass hart mit dem HSV ins Gericht. Dietmar Hamann kreidet den Hanseaten fehlende Demut an.

44 Gegentore in sieben Auswärtsspielen: Für den Hamburger SV werden die Fahrten nach München zum FC Bayern zu Horrortrips.

Nach dem desolaten 0:8 am 22. Spieltag haben die Experten im Volkswagen Doppelpass die Einstellung der Mannschaft von Markus Gisdol harsch kritisiert.

"Du kannst in München verlieren, aber nicht so. Du musst Schadensbegrenzung betreiben, du kannst in der Bundesliga keine acht Stück bekommen. Solche Ergebnisse gibt es ja kaum mehr im Pokal", sagte Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann.

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Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen - darunter ein überzeugendes 3:0 beim Tabellenzweiten RB Leipzig - seien die Hanseaten "mit dem Wanderschuh auf die kleine Pflanze getreten, die gerade erst wieder angefangen hat zu erblühen", meinte Hamann weiter.

"Das Hauptproblem ist der Kopf"

Der frühere Profi des FC Bayern und FC Liverpool störte sich auch an den Aussagen von HSV-Keeper Rene Adler nach Abpfiff, der die Pleite als möglichen Wachrüttler bezeichnet hatte.

"Du brauchst doch keinen Schuss vor den Bug, wenn du im Tabellenkeller stehst. Mir fehlen ab und zu die Demut und der Realitätssinn beim HSV, denn nach den letzten Wochen haben schon alle gedacht, dass alles gut ist. Der Anspruch von Hamburg muss mehr als Platz 16 sein und die Relegation zu gewinnen."

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann führte das Debakel in der Allianz Arena in erster Linie auf ein mentales Problem zurück.

"Das Hauptproblem ist der Kopf: Du hast über Jahre solche Ergebnisse nach Hause gebracht. Du ergibst dich deinem Schicksal. Aber eigentlich brauchst du Spieler, die vorneweg gehen und sich nicht ihrem Schicksal ergeben", sagte Baumann.

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