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TSG 1899 Hoffenheim v Werder Bremen - Bundesliga
TSG 1899 Hoffenheim v Werder Bremen - Bundesliga © Getty Images
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Bremen - Erst geglänzt, dann ermattet: Die TSG Hoffenheim verpasst beim Erfolg in Bremen einen Kantersieg und braucht nun die Schützenhilfe der Hanseaten in Dortmund.

Für die direkte Champions-League-Qualifikation der TSG Hoffenheim hat Julian Nagelsmann sogar gemeinsame private Freizeit angeboten - natürlich mit einem Augenzwinkern.

"Haut gegen Dortmund rein! Ich würde mit dir sogar eine Woche Urlaub machen. Du darfst auch den Ort bestimmen", offerierte der Trainer seinem Bremer Kollegen Alexander Nouri für den Erfolgsfall - nicht ganz ernst gemeint - eine Erholung zu zweit.

Zwar siegte der Bundesliga-Vierte beim zuletzt immens heimstarken Traditionsklub SV Werder Bremen mit 5:3 (3:0), braucht aber weiterhin die Schützenhilfe der Norddeutschen, die am Samstag beim Tabellendritten Borussia Dortmund antreten müssen, um noch am BVB vorbeizuziehen.

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Bei gleicher Punktzahl haben beide Teams jeweils 37 Gegentore kassiert, die Westfalen aber vier Treffer mehr geschossen. (Der SPORT1-Tabellenrechner)

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Rosen nimmt's ironisch

Eine knappe Ausgangslage für das Fernduell also, die noch knapper ausgefallen wäre, wenn die Kraichgauer nach einer 5:0-Führung in der letzten halben Stunde nicht einer gewissen Schludrigkeit Raum gegeben hätten. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

"Da wollte ich schon mal die Blitztabelle öffnen, hatte aber leider keinen Handyempfang", bekannte Alexander Rosen, Hoffenheims Direktor Profifußball, mit einem süß-sauren Lächeln. (Die Tabelle der Bundesliga)

Weit angefressener reagierte TSG-Torhüter Oliver Baumann auf die Nonchalance der Gäste im letzten Drittel der bis dahin überaus einseitigen Partie: "Nach 5:0 noch drei Gegentore, das ist richtig ärgerlich. Jetzt können wir nur noch mit einem Heimsieg gegen Augsburg unseren Job erledigen und müssen dann mit der Rechnerei anfangen", maulte der Schlussmann.

Wagner nur auf der Bank

Nagelsmann kann sich auch nicht vorstellen, dass die BVB-Führungskrise seinen Schützlingen im Kampf um den so begehrten dritten Platz zum Vorteil gereicht: "Es ist in Dortmund nicht total ruhig, aber davon werden sich die Spieler eines Top-Kaders nicht beeinflussen lassen."

Dass der erfolgreiche Jung-Coach es sich sogar erlauben konnte, Sandro Wagner 69 Minuten lang auf der Bank zu lassen, dokumentierte indes die hohe Qualität des Hoffenheimer Kaders.

Die Verschnaufpause des 29-Jährigen verhalf Adam Szalai indirekt zu einem neuen Landesrekord: Mit Treffer Nummer 40 löste er seinen Landsmann Szabolcs Huszti als bislang erfolgreichsten ungarischen Torjäger in der Bundesliga ab. (Der 33. Spieltag im Überblick)

Nouri selbstkritisch

Nach der zweiten Niederlage hintereinander sind die Chancen der Hanseaten auf die Qualifikation für die UEFA Europa League spürbar gesunken. Allein aus eigener Kraft können sich die Norddeutschen nicht mehr vom achten Rang auf Platz sieben oder gar sechs verbessern, von hinten macht als Tabellenneunter Borussia Mönchengladbach Druck.

"Taktisch gesehen ist es nicht gut für uns gelaufen, das nehme ich auch auf meine Kappe", sagte Coach Nouri selbstkritisch. Klar ist allen an der Weser, dass sich in Dortmund eine derart lethargische Stunde wie gegen Hoffenheim nicht wiederholen darf.

"Erst nach dem 0:5-Rückstand haben wir unserer wahres Gesicht gezeigt. Dass müssen wir beim BVB von der ersten Minute an tun", forderte Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic.

Und auch Bremens Sportdirektor Frank Baumann erwartet eine Leistungssteigerung: "Die Mannschaft hat Charakter, jetzt muss sie ihn beweisen."

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