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München - Santiago Canizares hat eine Erklärung für Bayerns K.o. in Europa. Der 47-Jährige macht das Problem dafür bei den Münchnern selbst und der Bundesliga aus.

Real-Legende Santiago Canizares sieht nach dem Ausscheiden aller deutschen Teams aus den europäischen Wettbewerben ein generelles Problem im deutschen Fußball.

"Man darf nicht beschönigen, dass Dortmund, Schalke oder Leverkusen keine wirkliche Konstanz über die Jahre bringen", meinte Canizares im Kicker: "Es geht nicht so sehr um Bayern, die anderen müssen sich schlicht verbessern."

Bayern national nicht gefordert

Den Münchnern fehle im Vergleich zu Real Madrid, FC Barcelona oder Atletico Madrid die "Wettkampfhärte, Bayern kann sich in der Bundesliga zu oft ausruhen auf Punktepolstern".

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Dem Rekordmeister "fehlt im Vergleich zu den Großen in La Liga die wöchentliche Herausforderung, das mag in entscheidenden Momenten den Ausschlag geben, wenn die Duelle auf des Messers Schneide stehen".

Als Vergleich zieht der ehemalige Torhüter von Real Madrid das Duell zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo heran. "Konkurrenz kitzelt das letzte Quäntchen heraus. In Spanien ist es für Real, Barca oder Atletico nicht möglich, über mehrere Spiele runterzufahren", so Canizares.

FCB schwächt Konkurrenz

Der 47-Jährige freut sich über die Erfolge von RB Leipzig und der TSG Hoffenheim, sieht jedoch den Abstand von Schalke, Wolfsburg oder Leverkusen kritisch. "Das ist das eigentliche Problem, das die Bundesliga hat."

Canizares warnt zudem vor Bayerns Transferpolitik, mit der der Bundesliga-Primus die Konkurrenz schwächt und diese international an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen lässt.

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