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Willy Sagnol vermisst beim FC Bayern eine klare Philosophie. Auch Trainer Carlo Ancelotti und seine Entscheidungen kritisiert der ehemalige Rechtsverteidiger.

Willy Sagnol hat seinen ehemaligen Verein Bayern München scharf kritisiert. Der 40-jährige Franzose zeichnet ein düsteres Bild vom deutschen Rekordmeister.

"Welche Kultur hat dieser Verein, welche Identität?", fragte Sagnol im Kicker: "Guardiola setzte drei Jahre die jungen Spieler immer wieder ein, Ancelotti setzt nur auf die erfahrenen Profis. Da fehlt die Kontinuität."

Sagnol vermisst bei den Münchnern eine klare Philosophie. Dies sei "ein Grund dafür, dass die Bundesliga international nicht mehr diese Hauptrolle spielt".

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Bayerns Team zu alt 

Der FC Bayern werde mit seiner Altersstruktur dem heutzutage gespielten Fußball nicht mehr gerecht. "Die Münchner Mannschaft ist zu alt, im heutigen Fußball ist mehr Intensität gefordert, die Spieler müssen mehr laufen, noch mehr im Spurt", findet Sagnol: "Dieses Tempo können die Bayern nicht mehr gehen, darin bestand ein Problem. Du kannst die Champions League nicht gewinnen, wenn du vier Spieler hast, die 33 Jahre und älter sind."

Mit Philipp Lahm, Xabi Alonso, Arjen Robben und Franck Ribery hatten die Bayern gleich vier Leistungsträger in diesem Alter. Lahm und Alonso beenden ihre Karriere nach der Saison.

Sagnol spielte von 2000 bis 2009 in München und gewann mit dem FCB 2001 die Champions League. Die L'Equipe hatte bereits über eine Rückkehr des ehemaligen Rechtsverteidigers in "verantwortlicher Position" spekuliert.

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