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Hansi Flick wird neuer Geschäftsführer Sport in Hoffenheim
Hansi Flick wird neuer Geschäftsführer Sport in Hoffenheim © Getty Images
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Hansi Flick wird bei TSG Hoffenheim offiziell vorgestellt. Mehrheitseigner Dietmar Hopp sieht die Verpflichtung als Meilenstein für den Klub.

Die Ehe von Hansi Flick ist durch seine Rückkehr ins Fußball-Geschäft ganz offensichtlich nicht gefährdet.

"Ich hatte gestern meinen 30. Hochzeitstag - und hatte dennoch die Genehmigung, beim Essen auf dem Smartphone den entscheidenden Elfmeter zu sehen", berichtete der neue Sport-Geschäftsführer des Bundesligisten 1899 Hoffenheim bei seiner Vorstellung von der "Perlenhochzeit" mit gleichzeitigem Jubel über den EM-Finaleinzug der deutschen U21.

So lange wie an seine verständnisvolle Ehefrau Silke hat sich der frühere Sportdirektor des DFB, der sein Amt beim Verband im Januar aufgegeben hat, nicht an die TSG gebunden.

Vorschusslorbeeren für Flick

Sein Fünfjahresvertrag, der am 1. Juli in Kraft tritt, soll die Kraichgauer dennoch auf allen Ebenen voranbringen. An Vorschusslorbeeren für Flick, der nicht weit vom Hoffenheimer Trainingszentrum in Zuzenhausen wohnt, mangelt es jedenfalls nicht.

"Das ist ein bedeutender Tag für die TSG. Diese Verpflichtung ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unseres Vereins. Nun sind wir optimal besetzt. Wir waren vom Glück begünstigt, dass wir Hansi Flick bekommen haben", sagte Mehrheitseigner Dietmar Hopp.

"Er besitzt hohe Glaubwürdigkeit, ist bestens vernetzt, hat eine regionale Verbundenheit, ist eine bodenständige Persönlichkeit und ein Sympathieträger. Er wird für eine Aufbruchstimmung sorgen, von der wir alle profitieren werden."

Flick war bis 2005 Trainer der TSG

Flick war von 2000 bis 2005 Trainer der Kraichgauer, die zu Saisonbeginn in den Play-offs zur Champions League antreten. Der 52-Jährige bildet zukünftig mit den bereits bei der TSG arbeitenden Peter Görlich und Frank Briel das Geschäftsführer-Trio bei 1899.

Flick wird die Verantwortung für die Profis, die U23 und die Akademie tragen. Konfliktpotenzial mit Sportdirektor Alexander Rosen sehen Flick und Hopp nicht.

"Die TSG steht vor einer Reihe großer Herausforderungen. Die ansteigenden Arbeitsbelastungen müssen auf mehr Schultern verteilt werden", äußerte Hopp: "Trainer Julian Nagelsmann wird mit Sportchef Alexander Rosen und Hansi Flick weiter Außergewöhnliches leisten. Für Alex hat sich gar nichts geändert."

Keine Probleme mit Rosen

Ähnlich argumentierte Flick, der bei den Spielen nicht auf der Reservebank sitzen will. "Alex macht einen sehr guten Job. Wir sind im Austausch, ich bin ein Teamplayer. Er wird die Transfers weitermachen. Es wird harmonisch laufen", sagte der frühere Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, der keine Trainerlaufbahn mehr anstrebt.

Zunächst will sich Flick eine Orientierungsphase bei seinem alten und neuen Verein gönnen. "In der ersten Zeit will ich mir ein Bild verschaffen. Dann werde ich versuchen, die Dinge zu optimieren", äußerte der gebürtige Heidelberger, der seinen Beitrag zum erhofften Einzug in die Königsklasse leisten möchte.

Posten beim DFB nicht das richtige

"Wir hoffen, dass wir am Ende den großen Traum von der Champions League weiterleben können. Es ist eine neue Herausforderung für den Verein. Ich bringe mich ein, wo ich kann."

Beim Blick zurück gestand Flick ein, dass der Sportdirektor-Posten beim DFB nicht das richtige für ihn war. "Ich hatte eine tolle Zeit beim DFB. Aber im größten Sportverband der Welt sind viele Dinge auch sehr politisch", sagte Flick: "Ich war zu weit vom Sport entfernt. Ich musste mir gegenüber ehrlich sein und erkennen, dass das nicht ganz mein Ding ist."

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