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Mainz - Mit der Pleite in Mainz macht Leverkusen den schlechtesten Saisonstart seiner Vereinsgeschichte perfekt. Trainer Heiko Herrlich schlägt Alarm.

Bayer Leverkusen gerät nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte immer mehr unter Druck.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich verlor beim FSV Mainz 05 mit 1:3 (1:1) und hat nach dem dritten Spieltag erst einen Punkt auf dem Konto. Schlechter war die Werkself in ihrer 38-jährigen Bundesligazugehörigkeit noch nie in eine Spielzeit gestartet.

Highlights am Sonntag, 9.30 Uhr bei "Bundesliga Pur" im TV auf SPORT1

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"Wir müssen es besser machen. Klarer sein, fokussierter sein. Wir haben es Mainz in der zweiten Halbzeit sehr leicht gemacht, so etwas darf nicht passieren", sagte Sven Bender nach dem Abpfiff bei Sky

"Nur mit Zauberern geht es nicht"

Auch Trainer Herrlich schlug Alarm: "Wir stehen jetzt unter Druck, dass wir unbedingt gewinnen müssen. Ansonsten ist man schnell in einem negativen Strudel drin, den man auch letzte Saison schon erlebt hat. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern."

Sportchef Rudi Völler fasste fast schon spöttisch zusammen: "Nur mit Zauberern geht es halt nicht. Ein Punkt aus drei Spielen ist zu wenig."

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Wieder hatte die Werkself eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt, wieder ist sie in Schönheit gestorben und auseinander gebrochen. "Dominanz alleine genügt nicht", erklärte Völler die Krux im Leverkusener Spiel.

Der defensive Mittelfeldspieler Dominik Kohr hatte die zunächst drückend überlegenen Gäste vor 24.876 Zuschauern in Führung gebracht (22.), der Ausgleich des japanischen Torjägers Yoshinori Muto mit dem ersten Mainzer Saisontor kam aus dem Nichts (45.).

Leverkusens Krise verschärft sich

Danach kauften die Hausherren mit simplem, leidenschaftlichem Spiel Bayer den Schneid ab. Abdou Diallo (57.) und Suat Serdar (71.) sicherten den Sieg der 05er und und verschafften ihrem Team mit den ersten drei Punkten der Spielzeit etwas Luft. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Herrlich vertraute in Abwesenheit seiner beiden Last-Minute-Neuzugänge Lucas Alario und Panos Retsos auf dieselbe Elf, die zwei Wochen zuvor in Hoffenheim gepunktet hatte (2:2).

Vor dem Spiel hatte der Leverkusener Coach den Druck auf seine Mannschaft nach den guten, aber wenig ertragreichen Leistungen gegen Hoffenheim und bei Meister Bayern München (1:3) erhöht.

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Herrlich macht Mentalitätsproblem aus

Passend, dass sich der neue Coach nach der ernüchternden zweiten Halbzeit in Mainz mit Kritik nicht zurück hielt: "Acht Gegentore ist eine Statistik, die ist total aussagekräftig", sagte er mit hängenden Mundwinkeln.

Als Grund dafür machte Herrlich neben der offensichtlichen Abwehrschwäche gar ein Mentalitätsproblem bei seiner Mannschaft aus. "Wir wissen alle, dass wir unglaublich viel Qualität im Kader haben", sagte der 45-Jährige.

"Zur Qualität zählt aber auch eine gewisse Mentalität, Chancen unbedingt Nutzen zu wollen, den Sack zumachen zu wollen, nicht mehr locker zu lassen."

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