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Sinsheim - Die TSG Hoffenheim verspielt nach einem Vogt-Eigentor gegen den FC Augsburg drei Punkte. Ein Uth-Traumtor hatte zuvor alles nach einem Sieg aussehen lassen.

Julian Nagelsmann lehnte an der Wand, hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt, und analysierte relativ entspannt das Spiel. Von allzu großer Enttäuschung war beim Coach der TSG Hoffenheim nach dem 2:2 (0:0) gegen den FC Augsburg nichts zu spüren.

Dabei steckt sein Team fraglos im Tief. Und ob es dem "Trainer des Jahres" gefällt oder nicht - seit der Rummel um ihn und Bayern München begonnen hat, wartet die TSG auf einen Sieg (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).  

Einen Zusammenhang zwischen den zurückliegenden drei Pflichtspielen (zwei Niederlagen, ein Remis) und den Spekulationen um ein zukünftiges Engagement beim Rekordmeister herzustellen, kam für Nagelsmann nicht in Frage.

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"Ich beantworte die Fragen zur TSG und zu meiner Mannschaft. Ich brenne für den Erfolg und für die Mannschaft", sagte der 30-Jährige bei Sky: "Alles andere ist ein Thema für die Medien, aber weniger für Julian Nagelsmann."

Abschlussschwäche als großes Manko

Ein Thema für den Trainer war am Samstag vielmehr die Abschlussschwäche seiner Schützlinge, die er als Hauptgrund für den verpassten Sieg ausgemacht hatte. "Wir hatten 23:12 Torschüsse. Aber schon unser U19-Busfahrer hat immer gesagt, dass es eng wird, wenn man seine Chancen nicht nutzt", äußerte Nagelsmann, der nach eigenen Angaben "nullkommanull Kontakt" zu den Bayern hat.

"Wir hatten eine gute Anfangsphase, dann war unser Tempo zu schleppend", sagte Nagelsmann. "Die zweite Hälfte war klar besser, wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Aber wenn man die nicht nutzt, muss man mit dem Punkt leben."

Er fange erst an, sich Sorgen zu machen, "wenn wir in 90 Minuten nur eine Chance rausspielen. Irgendwann werden wir wieder dreifach punkten", betonte der TSG-Coach  (Tabelle der Bundesliga).

(Alle Highlights der Partie am Sonntag um 9.30 Uhr und 13.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1)

Last-Minute-Eigentor beschert Augsburg einen Punkt

Dieses Versprechen war Sandro Wagner eindeutig zu wenig, der Nationalspieler zeigte sich bedient. "Es ist jetzt keiner gestorben, aber bei dem Spielverlauf müssen wir einfach gewinnen", sagte der Stürmer: "Wir müssen zwar mehr Tore machen, aber zwei Treffer müssen auch mal zum Sieg reichen."

Zweimal sah es danach aus, als ob es gegen den FCA reichen würde. Benjamin Hübner (52.) und Mark Uth (85.) brachten die Kraichgauer vor 27.014 Zuschauern jeweils in Führung. Doch der eingewechselte Michael Gregoritsch (75.) und ein Last-Minute-Eigentor von TSG-Kapitän Kevin Vogt (90.) standen dem Dreier im Weg (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Trost für Nagelsmann: 100-Punkte-Marke geknackt

So konnten sich die Hoffenheimer (15 Punkte) nur durch den Blick auf drei Statistiken trösten: Es bleibt dabei, dass die TSG noch kein Heimspiel gegen Augsburg verloren hat.

Nagelsmann erreichte die 100-Punkte-Marke als Bundesliga-Coach. Und Hoffenheim ist seit mittlerweile 22 Liga-Spielen (17 Monate) zu Hause ungeschlagen.

In der Europa League unter Druck

Am Donnerstag ist ein Remis allerdings definitiv zu wenig. Dann tritt 1899 in der UEFA Europa League gegen Istanbul Basaksehir an (Do., ab 19 Uhr LIVE im TV auf und im kostenlosen LIVESTREAM, sowie im LIVETICKER). Im Europacup steht der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp nach vier Pleiten in vier Spielen gewaltig unter Druck. Gegen die Türken soll unbedingt der erste internationale Sieg her.

"Es bleibt nach wie vor dabei, dass wir die Vorrunde überstehen wollen", sagte Sportdirektor Alexander Rosen: "Wir müssen also anfangen zu punkten - ein Sieg wäre da das Beste." Ähnlich sieht es Wagner: "Das Spiel ist extrem wichtig. In der Europa League müssen endlich Punkte her. Wir spielen voll auf Sieg."

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