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SPORT1-Kolumnist Thomas Strunz analysiert, wo es beim FC Bayern auch unter Jupp Heynckes noch hakt. Die BVB-Schwächen sieht er zunehmend offengelegt.

Hallo Fußball-Freunde,

Beim 1:0-Sieg über den HSV sind die Probleme des FC Bayern München auch unter Jupp Heynckes deutlicher sichtbar geworden.

Dass Heynckes nun rotiert hat, machte sich stark bemerkbar: Das Spiel war viel zu langsam angelegt, die Mannschaft war in sich nicht gefestigt, es gab Abstimmungsprobleme vor allem im Mittelfeld.

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In der Besetzung aus dem Freiburg-Spiel ging das alles besser, aber man muss da ehrlich sein: Ob Freiburg, Hamburg oder auch Celtic Glasgow, das sind alles nicht die Maßstäbe - bei allem Respekt vor den jeweiligen Teams.

In den beiden anstehenden Spielen gegen RB Leipzig und in den Wochen darauf werden die Bayern anders gefordert werden, da wird man sehen, wo sie wirklich stehen.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Heynckes nach jedem Spiel auch seine Unzufriedenheit geäußert hat. Bayern muss sich für die kommenden Aufgaben deutlich steigern.

An Borussia Dortmund kann man derzeit gut sehen, wie unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen, wenn eine Mannschaft anders gefordert ist.

Gegen starke Mannschaften hat der BVB vor allem defensiv eklatante Schwächen, die RB Leipzig und Real Madrid extrem aufgezeigt haben. Wenn Trainer Peter Bosz das nicht abstellt, nützt die ganze Offensivpower nichts.

In Frankfurt ist Dortmund nun auch ein Patzer passiert, auch da war das Defensivverhalten eine Katastrophe, bei beiden Mannschaften.

Die Wechsel von Bosz während der Partie sind jetzt schon mehrfach kritisiert worden, ich habe sie auch nicht verstanden.

Mit Shinji Kagawa ist der BVB noch offensiver ausgerichtet, seine Einwechselung war für mich ein Signal, noch mehr aufs dritte Tor zu gehen - was für mich unnötig war.

Es ging nach hinten los.

Bis demnächst
Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im CHECK24 Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Marcel Reif und Armin Veh ab.

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