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Uli Hoeneß kennt das Gefühlt, einen wichtigen Elfmeter zu verschießen. 

Er weiß ganz genau, was ein Fehlversuch in entscheidenden Momenten mit einem Spieler anstellen kann. Hoeneß hatte im EM-Finale 1976 einen Ball vom Punkt über das Tor gejagt, die Tschechoslowakei siegte. Der Präsident und Aufsichtsrats-Vorsitzende des FC Bayern ist sich deshalb sicher, dass ein vergebener Strafstoß der entscheidende Faktor in der Leistungskrise von Thomas Müller war. 

Im Halbfinale der Champions League gegen Atletico Madrid im Mai 2016 scheiterte Müller, bis dahin ein herausragender Elfmeter-Schütze. "Da hat es einen Knackpunkt in seiner Vita gegeben, seither klappt es nicht mehr so", erklärte Hoeneß bei einer Talkrunde im Audi-Sportpark in Ingolstadt. Ein solcher Patzer nage am Selbstverständnis. 

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"Du brauchst einen wie ihn"

Müller, der in der Folge tatsächlich häufig nicht mehr an vorherige Leistungen anknüpfen konnte, hat sich mittlerweile ein Elfer-Verbot auferlegt. Hoeneß hält das für einen Fehler. Bei einem gemeinsamen Essen habe er ihn neulich nach den Gründen gefragt - und ihm gleich noch seine Meinung mitgeteilt: "Du musst wieder schießen, hab' ich ihm gesagt." Schließlich sei Müller von den Bayern nicht wegzudenken, er "ist ein Teil unseres Mia-san-mia-Gefühls. Du brauchst einen wie ihn."

Eine noch größere Rolle als Müller misst Hoeneß dem Rückkehrer Jupp Heynckes zu: Der neue, alte Trainer müsse "diesen Verein befrieden" und den Jungen den Weg in die Zukunft zeigen." Er ist sich sicher, dass sein langjähriger Freund der Aufgabe gewachsen ist: "Jetzt herrscht wieder Disziplin." 

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