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Mehmet Scholl kritisierte die junge Trainergeneration in der Bundesliga
Mehmet Scholl kritisierte die junge Trainergeneration in der Bundesliga © Getty Images
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Mehmet Scholl bläst der Wind nach seiner Trainerschelte weiter kräftig ins Gesicht. Der Ex-Profi nimmt Kontakt zu VfB-Coach Wolf auf.

Nach seiner General-Kritik an der jungen Trainer-Generation hat Mehmet Scholl sich bei VfB-Coach Hannes Wolf gemeldet. "Er hat kurz geschrieben, es ist alles gut", sagte der 36-jährige Wolf, eine Entschuldigung sei von Scholl aber nicht gekommen: "Das wäre nicht seine Art."

Scholl spricht von "Gehirnwäsche"

In der vergangenen Woche hatte Scholl die Trainerausbildung in Deutschland als "elfmonatige Gehirnwäsche" bezeichnet, die Arbeit von Systemtrainern wie Domenico Tedesco von Schalke 04 oder Hannes Wolf vom VfB Stuttgart mit polemischen Worten als fehlgeleitete Entwicklung kritisiert und behauptet, dass junge Trainer die Kreativität einzelner Spieler nicht mehr fördern würden.

"Systeme rückwärts furzen": Scholl attackiert Trainer

Bund Deutscher Fußball-Lehrer attackiert Scholl

Auch Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) schloss sich der deutlichen Kritik an Scholls Äußerungen zu sogenannten Systemtrainern an. "Zur Ausstattung eines Trainers gehören immer auch soziale Kompetenz und Umgangsformen - die aber lässt der Ex-Spieler, Ex-Trainer und Ex-Kommentator Scholl ein weiteres Mal vermissen, wenn er Trainerkollegen und Trainer-Ausbildung pauschal attackiert", sagte BDFL-Vizepräsident Manfred Schaub.

Die BDFL erklärte, dass die Entwicklung individueller Fähigkeiten bei der Traineraus- und fortbildung "in der Trainingslehre schon seit Monaten ein Thema" seien. "Wer nachlassendes Interesse an seiner Mitwirkung im Fußball durch lautstarkes Auftreten wecken will, soll dies nicht auf dem Rücken anderer tun." Scholl habe "offenbar Maß und Form verloren."

Wolf kontert Scholl

Breite Front gegen Scholl

DFB-Chefausbilder Frank Wormuth hatte Scholls Vorstoß zuvor bereits zu einem "Hilferuf eines Enttäuschten" erklärt. "Inhaltlich entbehren diese Aussagen jeglicher Grundlage", sagte Wormuth. Auch Wolf, Bayern-Coach Jupp Heynckes und Schalke-Manager Christian Heidel hatten mit Unverständnis auf Scholls Worte reagiert.

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