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Pal Dardai spielte von 1997 bis 2011 für die erste Mannschaft von Hertha BSC Berlin
Pal Dardai spielte von 1997 bis 2011 für die erste Mannschaft von Hertha BSC Berlin © Getty Images
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Pal Dardai spricht über seine Anfangszeit als Trainer bei Hertha BSC und verrät, dass er 2015 überhaupt nicht Nachfolger von Jos Luhukay werden wollte.

Seit fast drei Jahren ist Pal Dardai Trainer von Hertha BSC. Nun verriet der Erfolgstrainer, dass er im Februar 2015 überhaupt nicht Nachfolger von dem gefeuerten Jos Luhukay werden wollte.

"Mein Plan war ein anderer, aber der Verein wollte das so. Wenn es schiefgegangen wäre, wäre ich vermutlich heute noch Trainer der ungarischen Nationalmannschaft", erzählt Dardai dem kicker.

Damals war der heute 41-Jährige neben seiner Tätigkeit als Trainer des ungarischen Teams auch in der Jugend der Hauptstädter tätig. Er habe große Zweifel an einem Wechsel zu den Profis gehabt.

Manager überredet Dardai

"Vielleicht kam dieser Schritt in meiner Trainer-Karriere zu früh", sagt Dardai und ergänzt: "Das Risiko war da, dass meine Bundesliga-Karriere früh kaputtgehen könnte." Am Ende schafften es die Verantwortlichen aber Dardai in die Rolle zu installieren. "Der Manager hat mir das zugetraut, hat mich gebeten zu helfen und die Spieler haben zugehört", so der Ungar über die Hintergründe.

Doch entgegen seiner Erwartungen setzte sich der junge Trainer in Berlin durch und verhinderte 2015 mit dem Erreichen von Rang 15 noch den Abstieg in die zweite Liga. Anschließend etablierte er den Verein im ersten Drittel der Tabelle.

Scheiterte Dardai mit der Hertha 2016 noch in der Qualifikation der Europa League an Bröndby, gelang ihnen ein Jahr später mit Bundesligaplatz sechs die direkte Qualifikation für den europäischen Wettbewerb.

Dardai beweist Geduld

In der laufenden Spielzeit belegt Dardai mit den Berlinern den zehnten Tabellenplatz. Eine wechselhafte Hinrunde mit Höhen und Tiefen liegt hinter dem Trainer. Doch auch wenn der Erfolg in dieser Saison das ein oder andere Mal ausbleibt, sieht er es noch gelassen.

"Ich halte nichts davon, nach Niederlagen mit einem bösen Gesicht rumzulaufen und mit den Spielern drei Tage nicht zu sprechen", so Dardai und schiebt nach: "Manchmal ist es besser, eine Treppenstufe runterzugehen, um am Ende doch nach oben zu kommen. Diese Geduld habe ich."

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