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James Rodriguez fühlt sich beim FC Bayern pudelwohl © Imago
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München - Vor seiner Abreise in den Weihnachtsurlaub sprach James Rodriguez mit SPORT1 über seine bisherige Zeit beim FC Bayern, den Vergleich mit seinem Ex-Klub und das neue Leben in München.

Sichtbar guter Dinge hat sich James Rodriguez für ein paar Tage aus München verabschiedet.

"Ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten halbem Jahr", sagte der Mittelfeld-Star des FC Bayern vor seinem Flug ins heimatliche Kolumbien im Gespräch mit SPORT1:

"Wir gehen nach den letzten Wochen mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause und hoffen, dass wir auch nächstes Jahr erfolgreich sein werden."

Die Basis dafür hat der FCB mit der Erfolgsserie seit der Rückkehr von Jupp Heynckes gelegt. Die Bundesliga-Hinrunde schloss der Rekordmeister als klarer Tabellenführer ab, auch im DFB-Pokal und in der Champions League sind die Aussichten gut.

Wesentlich Anteil daran hatte James, der unter dem neuen Chefcoach regelmäßig im zentralen offensiven Mittelfeld zum Einsatz kam und auf seiner Lieblingsposition als Ballverteiler und Vorlagengeber überzeugte.

"Fußballerische Wiedergeburt in Deutschland"

Von seiner "fußballerischen Wiedergeburt in Deutschland" schreiben daher kolumbianische Medien. Denn bei Ex-Klub Real Madrid war der 26-Jährige nur noch zweite Wahl und wechselte daher im Sommer für zwei Jahre auf Leihbasis mit anschließender Kaufoption nach München.

Eine Entscheidung, die er keineswegs als Rückschritt sieht, denn für James steht sein neuer Klub auf einer Stufe mit dem aktuellen Champions-League- und Weltpokalsieger.

"Bayern ist wie Real Madrid, ein Verein auf höchstem Niveau. Sie wollen immer Titel holen und sind daran gewöhnt, immer gewinnen zu müssen. Für mich ist Bayern ein absoluter Topklub", sagte er SPORT1.                            

"München ist eine fantastische Stadt"

Und die neue Wahlheimat hat es ihm trotz des eisigen Winters offenbar ebenfalls angetan, auch weil er die relative Anonymität und die Zurückhaltung der Fans im Vergleich zu Madrid oder Kolumbien genießt. "Es gefällt mir hier sehr gut", erklärte James.

"Es ist ein bisschen kalt. Aber ich habe mich gut eingelebt. Das ist ein neues Leben für mich und München ist eine fantastische Stadt."

Dass er sich so wohl fühlt, hängt vor allem an Heynckes. Zwar war der WM-Torschützenkönig von 2014 der erklärte Wunschspieler des Ende September entlassenen Carlo Ancelotti, doch erst unter dessen Nachfolger demonstrierte er seine Qualitäten.

James lobt Heynckes

Heynckes redete James stark

"Wenn man neue Spieler verpflichtet, brauchen sie Zeit zur Integration, das war bei ihm auch der Fall. Er spielt jetzt auf einer Position, die er vorher bei Real Madrid nicht gehabt hat. Dort hat er Rechtsaußen oder Linksaußen gespielt, bei mir spielt er in einem 4-3-3 als offensiver Mittelfeldspieler", berichtete Heynckes auf SPORT1-Nachfrage.

"Da fühlt er sich pudelwohl. Viele sehen nicht, dass er immens laufstark ist und sich nicht zu schade ist, für die Defensive zu arbeiten. In Zukunft wird er noch wichtiger für uns werden."

Der Routinier spricht bekanntlich aufgrund seiner früheren Tätigkeit in der Primera Division sehr gut Spanisch und suchte daher immer wieder das Gespräch mit James.

Seitdem ist der offiziell bis 2019 ausgeliehene Neuzugang nicht nur auf dem Platz deutlich stärker geworden, sondern auch innerhalb der Mannschaft und im Auftritt nach außen viel lockerer.

"Der FC Bayern ist großartig", sagt James nun. "Daher kann ich mir gut vorstellen, noch viele Jahre hier zu spielen."

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