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Martin Kind ist seit 2016 Präsident des Bundesligisten Hannover 96
Martin Kind will Hannover 96 komplett übernehmen © Getty Images
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In seinem Kampf um die komplette Übernahme von Hannover 96 ist Klubchef Martin Kind weiter erfolgreich. Ein Antrag auf eine Einstweilige Verfügung wird zurückgewiesen.

Klubchef Martin Kind (73) hat in seinem Kampf um die komplette Übernahme des Bundesligisten Hannover 96 einen weiteren juristischen Etappensieg erzielt.

Auch das Oberlandesgericht Celle hat einen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegen den Verkauf der Mehrheitsanteile des Vereins an der Hannover 96 Management GmbH an Kind zurückgewiesen. Eine entsprechende Forderung hatte 96-Aufsichtsratsmitglied Ralf Nestler erhoben, zuvor war er bereits beim Landgericht Hannover damit gescheitert.

Der Antrag könne nicht von einem einzelnen Mitglied gestellt werden, hieß es unter anderem zur Begründung. Kinds Gegner von der "Interessengemeinschaft Pro Verein 1896" sind anderer Meinung und kündigten an, vor die nächsthöhere Instanz zu ziehen.

"Ob letztlich dem Antragsteller eine Klagebefugnis zusteht oder nicht, ist in einem Hauptsacheverfahren und dann wohl erst höchstrichterlich abschließend zu klären", hieß es in einer Mitteilung.

Aufsichtsrat Nestler ist der Auffassung, der Wert der Anteile an der Hannover 96 Management GmbH betrage mindestens zehn Millionen Euro, Kind will dafür 12.750 Euro zahlen.

Der Unternehmer beruft sich bei seinen Übernahmeplänen auf eine Ausnahme der so genannten 50+1-Regel, die besagt, dass ein Investor die Mehrheit an einem Verein halten kann, wenn er diesen mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert hat.

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