China-Wechsel? Wirbel um Aubameyang
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Eine Meldung aus China sorgt für Aufregung: Borussia Dortmund und Guangzhou Evergrande sollen sich auf einen Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang geeinigt haben.

Riesen-Aufregung um Pierre-Emerick Aubameyang - und wieder mal spielen die Chinesen eine entscheidende Rolle.

In Fernost berichtet das Portal Sina Sports, Borussia Dortmund und Top-Klub Guangzhou Evergrande hätten sich auf einen Wechsel des Torjägers zur neuen Saison verständigt. Ablösesumme: angeblich 72 Millionen Euro.

Der BVB wollte die Meldung nicht bestätigen. "Die Spekulationen um Aubameyang werden so lange nicht abreißen, wie er bei uns spielen wird. Wir haben es uns abgewöhnt, das zu kommentieren", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem kicker.

Eine Ad-hoc-Meldung hat der Klub nicht veröffentlicht, wozu er laut Börsenrecht verpflichtet wäre - falls tatsächlich eine Einigung über einen Transfer erzielt worden wäre. "Dass das nicht passiert ist, sagt doch alles", sagte Sportdirektor Michael Zorc der dpa.

Trainer Peter Stöger wurde in der Sportschau deutlicher: "Man kann davon ausgehen, dass es so, wie es kolportiert wird, sicher nicht richtig ist", sagte er.

Auch Schmidt-Klub mit Interesse

Zuletzt hatteWatzke zur Causa Aubameyang gesagt: "Er hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Im Winter will ich aber keinen absoluten Leistungsträger gehen lassen. Wir haben ja noch Ziele."

Aubameyang befeuert Wechselgerüchte

Offiziell läuft Aubameyangs Vertrag noch bis 2021. Laut dem Bericht von Sina Sports soll der Spieler für die nahe Zukunft aber schon ganz andere Pläne haben.

Aubameyang soll Roger Schmidt, den Trainer von Beijing Guon, persönlich davon unterrichtet haben, sich nicht für seinen Klub, sondern für einen Transfer zum Ligarivalen Guangzhou entschieden zu haben.

Nach SPORT1-Informationen stimmt dieser Sachverhalt allerdings nicht. Schmidt war gar nicht in die Verhandlungen des Klubs mit Aubameyang involviert.

Zudem gibt es eine weitere gewaltige Hürde für einen Aubameyang-Transfer: Alle Klubs der Chinese Super League müssen neuerdings die volle Ablösesumme als eine Art Luxussteuer an den Verband abtreten.

Aubameyang-Transfer würde teuer

Eine Maßnahme, die die Liga vor inflationären Deals mit Legionären bewahren und systematische Benachteiligung eigener Nachwuchstalente verhindern soll.

Im Klartext: Sollte Guangzhou Evergrande Aubameyang für 72 Millionen verpflichten wollen, müsste derselbe Betrag zusätzlich an den chinesischen Verband abgedrückt werden. Der Deal hätte somit einen Umfang von knapp 150 Millionen Euro.

Fraglich, ob der Klub, bei dem der Italiener Fabio Cannavaro Trainer ist, tatsächlich so viel Geld in Aubameyang investieren will.

Der Italiener selbst sagte der Bild im September: "Natürlich hätte ich gerne Aubameyang. Er ist einer der fünf besten Stürmer in Europa. Aber weil die Transferregeln hier verschärft wurden, ist er jetzt noch in Dortmund und nicht hier."

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