Hasenhüttl: "Werner ist eine Waffe"
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Leipzig - Leipzig und Schalke liefern sich einen heißen Fight, den der eingewechselte Timo Werner mit einem Tor und einer Vorlage zugunsten von RB entscheidet.

RB Leipzig hat die Schalker Erfolgsserie geknackt und seine Champions-League-Ambitionen untermauert.

Die Sachsen feierten gegen Schalke 04 zum Rückrunden-Start der Bundesliga einen umkämpften 3:1 (1:0)-Sieg und übernahmen in der Tabelle zumindest für einen Tag Platz zwei. Naby Keita (41.), Timo Werner (69.) und Bruma (71.) trafen für RB, Naldo (55.) markierte Schalkes Treffer.

"Unsere letzten Spiele waren saft- und kraftlos. Aber die zwei Wochen Vorbereitung haben uns gut getan. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte der eingewechselte Matchwinner Werner nach dem Abpfiff bei Sky. Der zuletzt erkältete Werner steuerte ein Tor und eine Vorlage bei.

Doch auf die Joker-Rolle kann Werner in Zukunft wieder verzichten: "Ich schieße meine Tore lieber von Anfang an. 90 Minuten auf dem Platz zu stehen, das macht deutlich mehr Spaß als 30 oder 15 Minuten."  

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Die Gelsenkirchener mussten nach 13 Pflichtspielen ohne Niederlage erstmals wieder einen Rückschlag hinnehmen. (TICKER zum Nachlesen)

"Der Sieg für RB ist hochverdient. Wir haben den Gegner selbst stark gemacht, weil wir zu viele Bälle im Zentrum verloren haben. Wir haben uns heute in den seltensten Fällen an unseren Plan gehalten", resümierte S04-Coach Domenico Tedesco kritisch.

Schalke rutscht auf Platz drei ab

Tedescos Team fiel mit 30 Punkten auf Rang drei zurück, könnte am Sonntag bei Siegen von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach aber noch weiter durchgereicht werden. (DATEN: Tabelle der Bundesliga)

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena taten sich beide Mannschaften zunächst bei Ballbesitz äußerst schwer.

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RB konnte sein Aufbauspiel nicht nach Wunsch aufziehen, weil Schalke extrem gegen den Ball arbeitete. Gleichzeitig lauerten die Gäste auf Konter. Guido Burgstaller (8.) zog aus spitzem Winkel ab, Leipzigs Keeper Peter Gulacsi wehrte zur Ecke ab. (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

Die Gastgeber, bei denen Emil Forsberg (Bauchmuskelzerrung) erneut fehlte, kämpften sich in die Partie, doch zu Großchancen kam es zunächst nicht.

Keita mit letztem Spiel und Tor für Leipzig?

Die Gäste, die ohne Nationalspieler Leon Goretzka (Stressreaktion im Unterschenkel) auskommen mussten, ließen durch Distanzschüsse von Burgstaller (28.) und Alessandro Schöpf (29.) aufhorchen.

Leipzigs Coach Hasenhüttl beorderte seine Elf wild gestikulierend nach vorne und sollte Erfolg haben. In der 37. Minute bot sich den Gastgebern die große Chance zur Führung.

"Wir haben gebraucht, um uns anzugleichen, auf das gleiche Niveau wie Schalke zu kommen", sagte Hasenhüttl im Nachhinein.

Benjamin Stambouli holte RB-Stürmer Jean-Kevin Augustin von den Beinen, Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Augustin trat selbst an. Fährmann hockte erst hinter der Torlinie, sprang nach vorne und parierte. 

Doch Leipzig setzte nach. Keita fasste sich kurz vor der Pause von der Strafraumgrenze ein Herz und traf zum 1:0. Naldo hatte den Ball noch abgefälscht.

Werner und Bruma drehen auf

Keita, um den es wegen eines möglichen vorzeitigen Wechsels zum FC Liverpool viel Wirbel gibt, agierte engagiert, übertrieb in einigen Zweikämpfen aber die Härte. In der zweiten Halbzeit sah er seine fünfte Gelbe Karte und fehlt im nächsten Spiel.

Nach der Pause blieb Leipzig dominant. Nach einem Freistoß von Marcel Sabitzer lenkte Daniel Calgiuri den Ball ans eigene Gebälk, nach der anschließenden Ecke war Bruma völlig frei, vergab aber.

Schalke reagierte mit einem Doppelwechsel. In Breel Embolo und Neuzugang Marko Pjaca brachte Tedesco zwei neue Stürmer. Kurz darauf war Naldo zur Stelle und köpfte völlig unbedrängt das 1:1.

Doch Leipzig drehte noch mal auf und erhöhte durch den eingewechselten Werner auf 2:1. Bruma machte kurz danach auf Vorlage von Werner mit dem 3:1 alles klar.

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