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Im Schnitt besuchen mehr als 80.000 Zuschauer den Signal Iduna Park in Dortmund
Im Schnitt besuchen mehr als 80.000 Zuschauer den Signal Iduna Park in Dortmund © Getty Images
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Die Anhänger von Borussia Dortmund rufen zum Boykott von Montagsspielen auf. Die Fans äußern mit dieser Aktion ihren Unmut über die Ansetzungen.

In der Rückrunde der Bundesliga werden fünf Partien an einem Montagabend angepfiffen. Davon betroffen ist auch das Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg am 26. Februar.

Die Einführung der Montagsspiele sorgte jeoch für großen Unmut in den meisten Fanlagern. Unmut, den die Anhänger der Dortmunder nun erneut äußern. 

Das Bündnis "Südtribüne Dortmund" rief nämlich dazu auf, das Spiel gegen Augsburg zu boykottieren. 

"Irrwitzige Entwicklung nicht mehr mitmachen"

"Nun ist für uns der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen", schrieb ein Vertreter des Bündnisses auf einer Facebook-Seite.

"Zahlreiche Gruppen und Fanklubs, die seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel des BVB im Westfalenstadion anwesend sind, werden das Montagsspiel nicht besuchen", heißt es in dem Post. 

Der Boykott richte sich "in keiner Weise gegen die Mannschaft. Vielmehr können und wollen wir Bundesligaspiele an Montagen nicht akzeptieren."

Ein Seitenhieb gegen den eigenen Klub blieb jedoch nicht aus: "Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen. Auch der BVB stellt hier leider keine Ausnahme dar. Wenn neue Geldquellen winken, wird die Verantwortung gegenüber der eigenen Anhängerschaft offenbar gerne vergessen."

"Montagsspiele sind eine Bankrotterklärung"

"Für die Bundesliga, die sich so gerne mit ihren stimmungsvollen Kurven und ausverkauften Stadien präsentiert, sind Montagsspiele eine Bankrotterklärung", erklärte das Bündnis weiter: "Wenn Begegnungen an Terminen stattfinden, an denen eigentlich niemand Zeit hat, ins Stadion zu gehen, offenbart das eine haarsträubende Gleichgültigkeit gegenüber dem gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs und den Fans, die den Sport erst zu dem machen, was er ist."

Aus diesem Grund haben sich die verschiedenen deutschen Fanszenen mit ihren Forderungen kürzlich an die DFL und den DFB gewendet.

Bisher wurden, neben der Partie zwischen Dortmund und Augsburg, die Spiele von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig am 19. Februar (23. Spieltag) sowie Werder Bremen gegen den 1. FC Köln am 12. März (am 26. Spieltag) auf einen Montag terminiert.

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