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Der Gabuner setzt mit seinem Fehlen bei einer wichtigen Mannschaftssitzung seinen Extravaganzen die Krone auf. Für Ivo Hrstic, SPORT1-Chefredaktuer Digital, ist das Maß voll.

Es war der Aufreger des Bundesliga-Wochenendes: Die Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang vor dem Spiel von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg. Die erneute Suspendierung ist völlig richtig, der BVB musste konsequent handeln, wie schon in der Vergangenheit. Das ist jetzt immerhin schon die dritte Suspendierung des Gabuners.

Das Maß ist voll bei Aubameyang. Einer Teamsitzung fern zu bleiben ist nicht akzeptabel, die Liste der disziplinarischen Verfehlungen wird immer länger. Der Torjäger schadet mit den Eskapaden Klub und Team. Zum Rückrundenauftakt sofort wieder für Unruhe zu sorgen, ist besonders schädlich, gerade jetzt, wo durch Peter Stöger wieder Ruhe und Geschlossenheit einkehren sollten.

Es ist offensichtlich, dass Aubameyang und seine Berater seinen Abgang mit allen Mitteln provozieren wollen. Der ganze Fall erinnert verdächtig an den von Auba-Kumpel Ousmane Dembele im Sommer. Besonders schäbig ist für mich der Versuch, eine an den Haaren herbeigezogene Rassismus-Debatte zu entfachen.

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Deshalb hat es mich auch nicht überrascht, dass sein Vater über die sozialen Medien nachlegt, obwohl die Fehlinterpretation des Begriffs "Affenzirkus" offensichtlich ist. Auch wenn Aubameyang Senior seinen instagram Post inzwischen gelöscht hat: Auf mich wirkt das wie eine gezielte Aktion des Aubameyang-Clans.

Doch wie soll der BVB mit dem erneuten Aubameyang-Theater umgehen? Es kann keine weiteren Suspendierungen mehr geben, diese erzieherische Maßnahme verfehlt irgendwann auch ihren Zweck - wenn es bei Aubameyang überhaupt je einen Effekt gegeben hat. Die Zeit von Auba beim BVB ist abgelaufen, für mich hat er keine Zukunft mehr in Dortmund. Die Nebengeräusche sind zu laut geworden und lassen sich nicht mehr rechtfertigen, trotz der überragenden sportlichen Qualität des Gabuners.

Ein Verkauf Aubameyangs ist die einzig logische Lösung. Das dokumentiert allerdings auch einmal mehr nur die Ohnmacht der Klubs gegenüber ihren Topspielern. Die Beispiele Aubameyang, Dembele oder auch Coutinho zeigen nur, welche Macht mittlerweile Spieler und ihre Berater haben.

Trotzdem darf sich Dortmund nicht mehr länger von Aubameyang vorführen lassen, damit muss jetzt Schluss sein! Kein Spieler ist größer als sein Klub, das gilt erst recht für einen unbelehrbaren und wechselwilligen Pierre-Emerick Aubameyang.

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