Nanu! Warum reklamiert Robben vor Bayern-Tor?
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München - In Paderborn muss Arjen Robben 86 Minuten auf seinen ersten Treffer warten. Wesentlich länger wird das Warten auf eine Entscheidung dauern, ob der FC Bayern noch mit ihm plant.

Arjen Robben braucht derzeit viel Geduld.

Zunächst musste der Niederländer fast zwei Monate warten, ehe er nach einem Muskelfaserriss Ende November und anschließenden Rückenproblemen sein Comeback gab.

Dann durfte der Routinier des FC Bayern dreimal in der Rückrunde von Beginn an ran, blieb aber ohne Torerfolg und musste letzten Samstag in Mainz erneut 90 Minuten zuschauen.

Und am Dienstag beim klaren 6:0-Sieg im DFB-Pokal bei Drittligist SC Paderborn dauerte es bis zur 86. Minute, ehe Robben noch mit einem Doppelpack (86., 89.) für den Endstand sorgte.

"Wir wollen das Double"

"Uns fehlt nur noch ein Schritt bis Berlin. Den wollen wir gehen. Denn wir wollen das Double", sagte der 34-Jährige danach.

Über den Traum vom Triple wollte er hingegen nicht reden: "An die Champions League denken wir noch nicht."

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Und noch viel weniger will sich Robben über seine unklare Zukunft äußern. Denn hier kommt es für ihn zu einer wirklichen Geduldsprobe, schließlich möchte er am liebsten in München bleiben.

Hoeneß: Entscheidung erst April oder Mai

Auch wenn der Champions-League-Held von 2013 gerne so bald wie möglich Klarheit hätte, verweigert die Bayern-Führung ein Bekenntnis zu ihrem dienstältesten Profi.

"Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Ich rechne damit im April oder Mai", erklärte Präsident Uli Hoeneß kürzlich der tz.

Möglicherweise weiß der Ersatzkapitän also erst am Saisonende, wie es für ihn weitergeht.

Tendenz zur Verlängerung

Zwar geht die Tendenz im Verein dahin, seinen auslaufenden Vertrag noch um ein Jahr zu verlängern. Allerdings muss Robben dafür eine gute Rückserie spielen und möglichst verletzungsfrei bleiben.

Noch will sich daher niemand beim FCB festlegen, weil diese Entscheidung maßgeblich vom Namen des Trainers abhängt. Bleibt Jupp Heynckes, bleibt fast sicher auch Robben. Doch derzeit sieht es eher nach einem neuen Coach aus, mit neuen Ideen und neuem Personal.

"Wir haben mit allen Spielern, deren Verträge auslaufen, Gespräche geführt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bei Sky.

"Wir brauchen noch etwas Zeit, dann werden wir Entscheidungen fällen. Was von uns verlangt wird, ist einen sanften Umbruch zu schaffen. Wir haben schon einen ersten geschafft, wann der zweite folgt, werden wir sehen."

Fällt Oldie Robben dem Neuaufbau des Bayern-Kaders zum Opfer, hat er laut seines Vaters und Beraters Hans Robben allerdings genügend andere Optionen. "Es sind einige Anfragen für Arjen da", sagte er dem kicker.

Sein Sohn versucht derweil mit der für ihn ungewohnten Situation so gut es geht umzugehen und schöpft Hoffnung aus seinen guten Leistungen in der Hinrunde.

"Für mich ist die Sache ganz einfach. Ich bin entspannt. Ob der Verein will oder nicht, das muss er selbst entscheiden", sagte der ehemalige Nationalspieler: "Wenn ich so fit bin wie zurzeit, dann geht es noch auf Topniveau. Da gibt es schon ein paar Optionen."

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