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Christian Heidel
Will nicht zahlen: Christian Heidel wechselte 2016 von Mainz 05 zum FC Schalke 04. © Getty Images
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Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat Ärger vor Gericht. Ein Berater fordert von ihm 500.000 Euro, weil er ihn 2016 angeblich zu S04 vermittelte.

Christian Heidel hat Ärger vor Gericht.

Der 54 Jahre alte Sportvorstand von Schalke 04 musste als Beklagter zum Mainzer Landgericht anreisen. Berater Giacomo Petralito fordert 500.000 Euro von ihm.

Es geht um den Wechsel des Managers 2016 von Mainz nach Schalke. Petralito suchte im Mai 2015 nach eigener Aussage im Auftrag von S04-Boss Clemens Tönnies einen Nachfolger für Horst Heldt.

Nachdem Michael Reschke, Sportvorstand beim VfB Stuttgart und Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach absagten, kam er schließlich auf Heidel, besuchte ihn in dessen Mainzer Büro.

Doch der meinte nur verwundert: "Ich kenne diesen Herrn überhaupt nicht, hatte ihn einmal 15 Jahre vorher getroffen. Und da fällt er mir um den Hals und fragt, wie es meiner Familie gehe", schilderte Heidel am Mittwoch im Sitzungssaal 111 den ersten Kontakt.

Petralito wollte von Heidel offenbar Vermittlungs-Gebühren, doch als Heidel dies hörte, brach er den Kontakt zu dem Herrn ab: "Ich brauche keinen Berater", wird er von der Bild zitiert.

Auf SPORT1-Nachfrage war Heidel bislang nicht zu einer weiteren Stellungnahme zu erreichen.

Tönnies muss als Zeuge erscheinen

Eine gütliche Einigung schlossen Heidel und Petralito aus. Die zuständige Richterin schlug eine Vergleichssumme von 126.000 Euro vor. Der Berater fordert jedoch 500.000 Euro.

Der Prozess wird nun am 8. Mai fortgesetzt. Dann muss Schalkes Aufsichtsrats-Boss Tönnies als Zeuge erscheinen.

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