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Bruno Labbadia übernahm den VfL Wolfsburg zum 24. Spieltag
Bruno Labbadia übernahm den VfL Wolfsburg zum 24. Spieltag © Getty Images
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Sinsheim - Auch unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia taumelt Wolfsburg dem Abstieg entgegen. Der Trainerwechsel zeigt bislang keine Wirkung. Labbadia fehlt ein Plan.

Die in ihn gesetzte Hoffnung war groß: Der "unabsteigbare" Bruno Labbadia sollte auch beim VfL Wolfsburg zum Retter werden. Doch die Realität hat den 52-Jährigen eingeholt.

Nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim muss der neue Trainer weiter auf seinen ersten Sieg im Abstiegskampf warten. Nie zuvor ist Labbadia in den ersten drei Partien bei einem Klub ohne Sieg geblieben. 

"Es ist nicht so lustig, nach so einem Spiel Rede und Antwort zu stehen. Wir müssen Ruhe bewahren und die Dinge, die wir falsch gemacht haben, deutlich ansprechen", sagte er.

Die Frage ist nur: Kommen die Worte des Trainers überhaupt noch bei den Spielern an? Gegen Hoffenheim wirkten die Wölfe wiederholt ungeordnet und überfordert. Nach vorne ging nichts. Der Trainerwechsel hat sich auf dem Feld bislang nicht bezahlt gemacht. 

Ist Labbadia schon am Ende, bevor er überhaupt richtig losgelegt hat?

Labbadia mit schlechterer Bilanz als Jonker

Auch mit dem dritten Trainer in dieser Saison ist in Wolfsburg noch immer keine einheitliche Spielidee und kein Kollektiv erkennbar. Wer geglaubt hatte, nach Jonker könne es nur bergauf gehen, sieht sich dieser Tage enttäuscht.

Der Niederländer holte in seiner Amtszeit immerhin 1,2 Punkte pro Spiel, mehr als beide Nachfolger. Labbadia unterbietet mit aktuell 0,3 Punkten pro Partie sogar noch den erfolglosen Martin Schmidt (1,05 Punkte). Statistiken des Tiefpunkts.

Geht es so weiter, droht Labbadia der erste Abstieg seiner Trainerkarriere. Tabellarisch sieht es nach der Niederlage düster für den VfL aus: Die Niedersachsen drohen wie im Vorjahr in die Relegation abzurutschen.

Seit sechs Duellen wartet der VfL bereits auf einen Sieg - und präsentiert sich dabei immer mehr wie ein Absteiger. Kapitän Paul Verhaegh bekannte: "Wenn man nach so vielen Spieltagen da unten in der Tabelle steht, macht man einiges nicht gut."

Und Labbadia? Der hat die vielleicht größte Schwäche seines Teams im Abstiegskampf erkannt. "Eine Mannschaft, die in erster Linie über das Fußballerische kommt, verliert das Selbstvertrauen viel schneller als ein Team, das eher vom Zweikampf lebt", sagte er. Seine Mannschaft könne "nicht anfangen, wild rumzugrätschen".

Die Antwort, wie er das lösen will, ist Labbadia bislang schuldig geblieben.

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