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Wolfsburg und Augsburg teilten sich die Punkte in einem mäßigen Spiel
Wolfsburg und Augsburg teilten sich die Punkte in einem mäßigen Spiel © Getty Images
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Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg kommt trotz zwischenzeitlicher Überzahl gegen Augsburg nicht über ein Remis hinaus und schwebt weiter in Abstiegsgefahr. Der FCA ist fast gerettet.

Der VfL Wolfsburg hat leichtfertig die Chance auf drei Big Points im Kampf um den Klassenerhalt vergeben. Das Team von Trainer Bruno Labbadia kam zum Auftakt des 30. Spieltags trotz einer 30-minütigen Überzahl nicht über ein 0:0 gegen den FC Augsburg hinaus und schwebt weiter in akuter Gefahr. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Jan Moravek hatte in der 54. Spielminute die Gelb-Rote-Karte von Schiedsrichter Patrick Ittrich wegen wiederholten Foulspiels gesehen. Danach drängten die Wölfe auf die Führung, doch auch die Gäste hatten die Chance auf den Sieg. Wolfsburgs Felix Uduokhai (86.) sah in der Schlussphase ebenfalls Gelb-Rot.

Labbdia: "Können nicht zufrieden sein"

"Wir sind enttäuscht, und mir tut es für die Mannschaft leid, die einen extrem hohen Aufwand betrieben hat", sagte Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia: "Wir haben bis auf den einen Lattenschuss nichts zugelassen, das war eine hochdisziplinierte Leistung. Nur vorne haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Die letzte Konsequenz hat gefehlt. Wir müssen uns das Glück vor dem Tor erarbeiten."

FCA-Trainer Manuel Baum wollte sich zwar noch nicht zum immer näher rückenden Klassenerhalt gratulieren lassen, war aber mit dem Ergebnis zufrieden: "Die Mannschaft hat grandios gekämpft. Nach der Pause haben wir deutlich besser ins Spiel gefunden, dann kam die Gelb-Rote Karte, und wir mussten wieder umstellen, aber die Jungs haben es sensationell gemacht."

Die "Wölfe" liegen nur drei Punkte vor dem FSV Mainz 05, der den Relegationsplatz 16 belegt und am Montag gleichziehen kann. Der FCA ist mit dem Punktgewinn im 50. Spiel von Trainer Manuel Baum als Erstliga-Trainer dagegen besser bedient. Zwar wartet Augsburg seit nun vier Partien auf einen Sieg, hält mit 37 Punkten aber den Abstand zum Tabellenkeller. (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse)

Camacho fehlt kurzfristig

Wolfsburg wollte nach dem Befreiungsschlag von Freiburg (2:0) unbedingt nachlegen, doch zunächst mieden die Niedersachsen das ganz große Risiko. Ohne den kurzfristig fehlenden Kapitän Ignacio Camacho (muskuläre Probleme) waren die Gastgeber auf eine gute Balance aus sicherer Defensive und zarten Offensivbemühungen bedacht.

Zunächst ging dies zulasten der Abteilung Attacke, die sich an den tief stehenden Gästen aufrieb. Eine Kopfball-Bogenlampe von Sturmspitze Nany Dimata wurde fast frenetisch beklatscht (30.).

Augsburg wählte eine ähnlich bedächtige Spielidee und zeigte sich ohne seinen Spielführer Daniel Baier (Tinnitus) gleichermaßen zahnlos. "Der Klassenerhalt ist unsere Meisterschaft", hatte Baum vor der Partie gesagt und sich mit seinem Team den wohl entscheidenden Schritt vorgenommen. Doch der FCA agierte viel zu passiv und ließ sich gegen Ende des ersten Durchgangs immer tiefer in die eigene Hälfte drücken.

Richter scheitert mit Kunstschuss an der Latte

Baum konnte mit dem Vortrag seiner Offensive nicht zufrieden sein, und der 38-Jährige schickte nach dem Wechsel mit Marco Richter für Sergio Cordova einen frischen Angreifer auf den Rasen. Die Gäste zeigten sich giftiger und gaben mit einem gefährlichen Fernschuss von Jonathan Schmid (48.) den Auftakt zu einer unterhaltsamen zweiten Hälfte.

Nach dem Platzverweis drückte Wolfsburg das Gaspedal stärker durch, doch erst mussten Labbadia und Co. eine Schrecksekunde überstehen. Ein genialer Heber von Richter klatschte an die Latte des Tores der Hausherren, Koen Casteels war bereits geschlagen (64.).

Zwei Minuten später rettete Aluminium für den FCA nach einem strammen Schuss von Paul Jaeckel. Die Wölfe waren nun der Führung nahe, doch auch der eingewechselte Divock Origi (72.) und Paul Verhaegh (90.+2) verpassten knapp.

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