Hier teilt Rummenigge erneut gegen Bobic aus
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Gelsenkirchen und München - Karl-Heinz Rummenigge äußert sich erneut zu der Causa um Neu-Trainer Niko Kovac, Fredi Bobic und Eintracht Frankfurt. Man müsse "Täter und Opfer klarstellen".

Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat sich erneut zum Wirbel um den Wechsel von Niko Kovac zum FC Bayern geäußert - und dabei abermals mit markigen Worten gegen Eintracht Frankfurt und Sportdirektor Fredi Bobic gestichelt.

"Man muss immer Täter und Opfer grundsätzlich klarstellen. Wir sind am Freitag kritisiert worden für Dinge, die sich am Tag darauf als falsch herausgestellt haben", sagte der 62-Jährige auf SPORT1-Nachfrage am Rande einer Veranstaltung in München.

Der Bayern-Boss erklärte weiter: "Wir sind als Destination deklariert worden, aus der die Information an die Medien durchgesickert wäre, dass Niko bei uns Trainer wird. Das haben wir nicht gemacht, das ist mittlerweile glaube ich auch überall angekommen."

Seit Frankfurts Sieg gegen Schalke am Mittwochabend sei "das ganze Thema wieder total runtergekühlt", meinte Rummenigge und zeigte sich darüber glücklich und zufrieden, "weil unser zukünftiger Trainer einmal mehr bewiesen hat, welche Qualität, welche Klasse er hat."

Nach Rummenigge-Attacke: Bobic schlägt zurück

"Habe Niko den Sieg gewünscht"

Nach der erneuten Spitze gegen den Ligakonkurrenten will der Ex-Nationalspieler das Thema aber nun ad acta legen: "Ich habe Eintracht Frankfurt und insbesondere Niko gewünscht, dass er gewinnt, weil er damit jetzt auch Ruhe hat im Klub. Mit dem Sieg ist in die ganze Geschichte Ruhe eingekehrt, und das ist ja auch in unserem Interesse."

Zuletzt hatte Rummenigge behauptet, die Bayern-Verantwortlichen hätten Bobic im Streit um den Wechsel von Trainer Niko Kovac zur Räson gerufen.

"Zu dieser Aussage muss ich wirklich schmunzeln", sagte Bobic bei Sky: "Wir sind 36 Profiklubs in der ersten und zweiten Liga, und haben untereinander alle ein sehr, sehr gutes Verhältnis. Bei 35 Klubs klappt das sehr gut."

Die Ausnahme Bayern München nannte Bobic zwar nicht beim Namen, und doch war klar, wen er meinte.

Bobic' Antwort auf Hoeneß und Rummenigge

"Wir kämpfen für unsere Klubs und da versuchen wir alle, mit gleichen Waffen zu kämpfen. Trotzdem muss man auch einen gewissen Anstand haben", sagte er in Richtung der Münchner Führungsetage.

"Bobic durch mahnende Worte runtergecoolt"

Aus der hatte sich zuvor am lautesten Uli Hoeneß zu Wort gemeldet. Der Präsident hatte Bobic' Kritik am Vorgehen der Bayern bei der Verpflichtung Kovac' als "unanständig" bezeichnet.

Rummenigge sagte daraufhin am Dienstag: "Ich glaube, Fredi ist durch die Aussagen von Uli Hoeneß und mir etwas (…) runtergecoolt worden."

Ein Eindruck, den Bobic so nicht stehen lassen will.

"Wenn ich den Nachhall so verfolgt habe, haben viele für die Aussagen, die ich gemacht habe, Verständnis gehabt", sagte er. "Es gibt unglaublich viele Fußballfans, die können sich ihr eigenes Bild machen."

Bobic hält an Kovac fest

Bobic hatte zuvor beklagt, über die Verhandlungen mit Kovac nicht informiert worden zu sein. In diesem Zusammenhang hatte er dem FC Bayern "unprofessionelles" Verhalten vorgeworfen.

Streit eskaliert: Hoeneß attackiert Bobic

Unterdessen widersprach der Sportvorstand Gerüchten, die Eintracht könne sich noch vor Saisonende von Kovac trennen.

"Ich habe mit Niko so viele Kämpfe durchgestanden in der Vergangenheit (…). Da machen wir uns mal gar keinen Kopf. Zwischen Niko und mir gibt es gar kein Problem", sagte er. "Wir wollen die Saison erfolgreich zu Ende bringen. Das ist unser Antrieb."

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