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Den Antrag auf eine Ausnahme der 50+1-Regel von Martin Kind wurde von der DFL abgelehnt
Martin Kind ist seit 1997 Präsident bei Hannover 96 © Getty Images
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Präsident Martin Kind von Hannover 96 kann aufatmen. Die Mitglieder lehnen eine Satzungsänderung ab. Dagegen wird der Vorstand und der Aufsichtsrat nicht entlastet.

Aufatmen bei Präsident Martin Kind und den Verantwortlichen des Bundesligisten Hannover 96.

Ein Antrag auf eine Satzungsänderung, die die Mitgliederversammlung zum obersten beschließenden Organ des Vereins machen sollte, ist auf der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend abgelehnt worden.

Insgesamt 1120 Stimmen wurden abgegeben, 576 der noch anwesenden Mitglieder stimmten für die Satzungsänderung, 544 dagegen. Die nötige Zweidrittel-Mehrheit erreichte der Antrag damit nicht.

Allerdings verpassten die Mitglieder ihrem Präsidenten auch einen Denkzettel. 

So wurde sowohl der Vorstand des e.V. (543:548 Stimmen) als auch der Aufsichtsrat (533:554) von den Mitgliedern nicht entlastet - ein deutliches Zeichen im andauernden Kampf um die Macht bei Hannover 96.

Insgesamt hielt sich die Kritik der Ultras an der Vereinsspitze und Kind, der weiterhin anstrebt, die Mehrheitsanteile des Klubs zu übernehmen, zurück.

Dafür wurde die mögliche Satzungsänderung umso intensiver diskutiert. Klarheit über den Ausgang der Abstimmung hatten die Anwesenden erst weit nach 23 Uhr.

Insgesamt wähnte sich Kind als Gewinner des Abends.

"Was wir zu verantworten haben, sind viele Jahre erste Liga. Hannover 96 gehört in die Bundesliga", sagte der Präsident bei seiner Rede und nickte dabei dem in der ersten Reihe sitzenden Altkanzler und Aufsichtsrat Gerhard Schröder zu.

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