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Christian Gentner traf in Leverkusen zum Sieg des VfB Stuttgart
Christian Gentner traf in Leverkusen zum Sieg des VfB Stuttgart © Imago
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Leverkusen - Bayer Leverkusen unterliegt dem VfB Stuttgart und droht die Champions League zu verpassen. Selbst ein Elfmeter hilft der Werkself nicht. Der VfB darf träumen.

Ausgerechnet Tayfun Korkut hat Bayer Leverkusen im Kampf um einen Champions-League-Platz einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Der ehemalige Bayer-Trainer gewann mit Aufsteiger VfB Stuttgart bei seinem früheren Klub 1:0 (0:0), wodurch die Werkself eine Woche nach der 0:4-Pleite bei Borussia Dortmund den nächsten herben Rückschlag auf der Zielgeraden der Saison hinnehmen und 1899 Hoffenheim zwei Spieltage vor Schluss an sich vorbeiziehen lassen musste.

Vor ihren letzten beiden Saisonspielen bei Werder Bremen und gegen Hannover 96 muss die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich als Tabellenfünfter plötzlich sogar wieder um einen Startplatz in der Europa League bangen.

"Wir brauchen uns nicht beschweren, wenn wir diese Vielzahl an Möglichkeiten nicht nutzen", sagte Bayer-Kapitän Lars Bender nach dem Spiel bei Sky. "Wir haben am Ende einfach keinen Sieg verdient. Wir belohnen uns selbst nicht." Torschütze Christian Gentner sagte: "Wir gehen nach einem nicht ganz unverdienten Sieg glücklich nach Hause."

Highlights der Spiele in Bundesliga Pur, Sonntag ab 9.30 Uhr im TV auf SPORT1

Gentner köpft Stuttgart zum Sieg

VfB-Kapitän Gentner (67.) sicherte Stuttgart mit seinem zweiten Saisontor eine Woche nach dem sicher gestellten Klassenerhalt den vierten Auswärtssieg in dieser Spielzeit und den ersten unter dem Bayer-Kreuz seit fast zehn Jahren.

Die Schwaben können sogar noch Europa-Träume hegen.

"Wir waren heute Real Madrid", meinte VfB-Torjäger Mario Gomez im Hinblick auf den glücklichen Sieg der Königlichen beim FC Bayern in der Champions League (2:1) grinsend. "Wir haben leidenschaftlich gespielt. Riesen-Kompliment an die Mannschaft. Ich hätte nicht gedacht, dass Verteidigen so viel Spaß machen kann."

Gomez scherzt von Champions League

Im Hinblick auf die mögliche Teilnahme an der Europa League meinte Gomez im Scherz: "Wie viele Punkte sind es bis zur Champions League? Spielen wir einfach so weiter wie Real Madrid und dann lassen wir uns einfach überraschen."

Vor 30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena merkte man den Gastgebern die Verunsicherung nach den jüngsten herben Rückschlägen im DFB-Pokal gegen Bayern München (2:6) und in Dortmund deutlich an. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Ohne ihren Abwehrchef Sven Bender, der wegen eine Muskelverletzung fehlte, und den ebenfalls verletzten Stammverteidigern Jonathan Tah und Wendell war die Bayer-Defensive alles andere als sattelfest.

Alario vergibt Elfmeter

Bereits in der zweiten Minute vergab Benjamin Pavard für die Schwaben eine gute Möglichkeit. Nur fünf Minuten später scheiterte WM-Kandidat Mario Gomez mit einem strammen Schuss aus 20 Metern. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Das Glück des Tüchtigen hatten die Gäste dann, als Weltmeister Ron-Robert Zieler in der 17. Minute einen Handelfmeter von Lucas Alario stark entschärfte. Schiedsrichter Tobias Welz hatte erst nach dem Eingreifen des Videoassistenten Jochen Drees das Handspiel von Timo Baumgartl mit einer Verzögerung von mehr als einer Minute geahndet. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bayer wurde nach dem Fehlschuss des Argentiniers von Minute zu Minute besser und hatte durch Kai Havertz in der 29. Minute eine weitere hochkarätige Möglichkeit zur Führung. Auch Karim Bellarabi und Kapitän Lars Bender stellten die VfB-Defensive vor einige Schwierigkeiten. (Der Tabellenrechner der Bundesliga)

Bayer betreibt Chancenwucher

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bayer Tempo und Druck und schnürten den VfB zeitweise an dessen eigenen Strafraum ein, doch im Abschluss fehlte es weiter an der letzten Konsequenz. Weder Nationalspieler Kevin Volland, der in der 56. Minute eine Riesenchance ausließ, noch Shootingstar Leon Bailey oder auch Alario konnten sich entscheidend durchsetzen.

Zudem rettete der starke Zieler in der 63. Minute einmal mehr gegen Havertz und drei Minuten später gegen Bellarabi, der allerdings viel zu eigensinnig agierte. Die Quittung gab es prompt durch Gentner.

Das Restprogramm:

BAYER LEVERKUSEN
(A) Werder Bremen 
(H) Hannover 96

VFB STUTTGART

(H) 1899 Hoffenheim  
(A) Bayern München

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