Bayerns Meisterfeier: Hier sorgen Müller und Alaba für große Augen
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München - Noch während der Meisterfeier des FC Bayern München formuliert Arjen Robben klare Ziele für die kommende Saison. Seine eigene Rolle dabei steht im Fokus.

Wegen seiner Adduktoren-Probleme im linken Oberschenkel blieb Arjen Robben bei der 1:4-Pleite gegen Stuttgart erneut nur die Zuschauerrolle. Eine Situation, die den ehrgeizigen, aber verletzungsanfälligen Holländer zwar ärgert, ihn aber nicht davon abhält, schon jetzt auf die neue Saison zu brennen.

Robben wird seinen auslaufenden Vertrag bei den Bayern um ein weiteres Jahr bis 2019 verlängern - sich im eigenen Anspruch und im unbändigen Ehrgeiz aber keinesfalls zurücknehmen.

"Ich bin hiergeblieben, weil ich nächste Saison angreifen und für die Mannschaft wichtig sein will. Ich bin neun Jahre bei Bayern München. Das ist ein Topverein. Hier zählt nur das Gewinnen. Wir müssen Titel gewinnen", sagte Robben am Rande der Meisterfeier.

Robben: "Schon sehr, sehr spät"

Warum sich indes die Verhandlungen mit dem Linksfuß so lange hinausgezögert haben, wollte Robben nicht zum Thema machen. Zwar stellte auch der Oranje-Star fest, "dass das erste Gespräch schon sehr, sehr spät" mit ihm stattfand. Es sei jedoch "nichts Komisches dabei", sagte Robben und erklärte: "Jetzt war der Zeitpunkt da. Wir hatten zwei, drei Gespräche."

Robben geht somit in seine neunte Saison beim Rekordmeister, nachdem er 2009 von Real Madrid zu den Münchnern wechselte. Nur Franck Ribery (seit 2007 dabei) ist noch länger im Team.

"Ich bin glücklich, dass ich bei Bayern die zehn Jahre voll machen kann. Das ist schon etwas, worauf man stolz sein kann. Ich bin es auf jeden Fall. Ich bin glücklich", verkündete Robben.

Hilft er Coman und Gnabry?

Nicht wenige Experten erwarten von ihm, dass sich der stolze Flügelspieler in der kommenden Saison unter Neu-Trainer Niko Kovac damit arrangiert, mitunter die Rolle des geschonten Reservisten einzunehmen. Dass Robben die Rolle des Oldies annimmt, der die Entwicklung von Super-Talenten wie Kingsley Coman oder Serge Gnabry nicht blockiert, indem er knurrt, wenn er mal auf die Bank muss.

Doch klar ist, dass sich Robben mit der Rolle des Backups auch in der kommenden Saison nicht zufrieden geben wird. Zu ehrgeizig ist Robben, zu besessen vom Erfolg wird er bleiben.

Champions-League-Titel als Ziel

Sein großer Traum? Mit den Bayern nach 2013 noch einmal die Königsklasse zu gewinnen. "Das wäre nochmal das große Ziel. Wenn die Mannschaft zusammenbleibt und keiner mehr geht, sind wir nächste Saison top aufgestellt. Das Halbfinale gegen Real Madrid hat mir das Gefühl gegeben, dass so etwas nächste Saison auch wieder drin ist."

Bleibt die Frage, wie Kovac in der kommenden Saison mit dem Bayern-Star plant und umgehen wird. Noch fanden zwischen dem Heynckes-Nachfolger und Robben keine Gespräche statt. "Er hat einen Job bei Frankfurt zu machen und wir spielen auch noch gegeneinander. Erst nach dem Pokalfinale ist er Trainer vom FC Bayern. Dann kann man mal reden", sagte Robben.

Kovac, der früher selbst bei den Bayern spielte (2001-2003), wird jedoch wissen, dass an einem fitten Robben in Topform auch in der kommenden Saison kein Weg vorbeiführen wird. Schon gar nicht, wenn es um den Angriff auf den Titel der Königsklasse geht.

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