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Nicolai Müller spielte seit 2014 für den Hamburger SV
Nicolai Müller spielte seit 2014 für den Hamburger SV © Getty Images
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Kurz vor seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt findet HSV-Star Nicolai Müller deutliche Worte. Er ist von Trainer Christian Titz und dem Aufsichtsrat enttäuscht.

Mit dem Abstieg des Hamburger SV erlebte Nicolai Müller den wohl bittersten Moment seiner Karriere. 

Für den Rechtsaußen war es das letzte Kapitel seines vierjährigen Engagements beim HSV. Zu Beginn der neuen Saison trägt der 30-Jährige das Trikot von Eintracht Frankfurt

Im letzten Sommer erlitt Müller einen Kreuzbandriss. Für den Sportler ein großer Einschnitt in seiner Karriere. "Vor dem ersten Saisonspiel gegen Augsburg hatten mein Berater, Jens Todt und ich gute Gespräche, alle Seiten waren zufrieden und ich sollte am kommenden Dienstag nur noch unterschreiben", sagte Müller der Bild

Müller kritisiert Aufsichtsrat

Nachdem sich der 30-Jährige gegen Augsburg das Kreuzband riss, "war alles doch nicht mehr so klar. Der Aufsichtsrat hatte dabei sicherlich einen entscheidenden Anteil", ist sich Müller sicher. 

Müller rechnet mit HSV ab

Bis weit nach Saisonende ist laut Müller niemand auf ihn zugekommen: "Ich habe mir mit meiner Zukunfts-Entscheidung lange Zeit gelassen, weil ich Hamburg nicht unter Druck setzen wollte. Aber offenbar hat keinem etwas daran gelegen, dass ich bleibe."

Titz hat nicht kommuniziert

Auch der Ruf des 30-Jährige litt. "Plötzlich hatte ich sogar das Image eines Söldners, der den Klub verlässt, nur weil er absteigt", beklagt Müller.

Auch Trainer Christian Titz sei dabei keine Unterstützung gewesen. "Titz hat nie ein Wort mit mir geredet, er hat kein einziges Mal auf meine Zukunft angesprochen", zeigt sich der 30-Jährige enttäuscht.

In Frankfurt will Nicolai Müller einen Neuanfang wagen: "Verein, Stadt, Fans, Europa - es hat einfach alles gepasst. Fredi Bobic rief mich nach der Saison an und danach hatte ich - wie ein kleines Kind - direkt Bauchkribbeln."

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