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München - Am Montag startet der FC Bayern München in die Vorbereitung. Auf den neuen Trainer Niko Kovac wartet eine riesige Herausforderung und maximaler Druck.

Den neuen Trainer werden die Fans des FC Bayern München erst einmal nicht zu Gesicht bekommen.

Bis 1. August findet das Training der Münchner wegen umfangreicher Baumaßnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Doch nicht nur das Gelände an der Säbener Straße wird runderneuert: Auch Niko Kovac soll beim Rekordmeister einen Umbruch einleiten.

Der 46-Jährige, der das schwere Erbe von Jupp Heynckes antritt, steht vor einer großen Herausforderung (Vorstellung Montag 11 Uhr im LIVETICKER)

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Die siebte Meisterschaft in Folge ist Pflicht für Kovac, der Pokalsieg und vor allem der ersehnte Titel in der Champions League sind erwünscht. Dazu muss der Kroate so nebenbei das in die Jahre gekommene Münchner Star-Ensemble für eine erfolgreiche Zukunft rüsten.

Druck auf Kovac immens

Der Druck ist immens für Kovac, der am Montagmittag in München vorgestellt wird und anschließend einen internen Leistungstest für seinen dezimierten Luxus-Kader ohne elf WM-Starter angesetzt hat. 

"Was die anderen uns dieses Jahr weggenommen haben, holen wir uns nächstes Jahr wieder!", hatte Präsident Uli Hoeneß den Anhängern zum Abschluss der vergangenen Saison bereits versprochen.

Rummenigge: "Satt" nicht in Bayern-DNA

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schürte die Erwartungen.

"Wer darauf hofft, dass der FC Bayern in seinen Anstrengungen nachlässt, der hat Pech gehabt. Das wird es nicht geben. Dieses Gen, das satt macht, fehlt in unserer DNA", betonte er.

Dass Kovac, ehemals als Profi in München aktiv und mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet, dieses Erbgut "sehr gut kennt, ist wichtig. Er weiß, wie unser Verein funktioniert", fügte der Bayern-Boss an. Deshalb glaubt Hoeneß, "dass wir mit Niko viel Spaß haben werden".

Vorerst kein Umbruch

Offen sind vor dem Auftakt noch einige Personalfragen. Seit Wochen wird über die möglichen Abgänge von Jerome Boateng, Arturo Vidal, Juan Bernat, Thiago und allen voran Robert Lewandowski spekuliert. Der Pole will angeblich mit aller Macht weg, die Bayern legten mehrmals ihr Veto ein. "Das 200-Millionen-Preisschild ist Quatsch. Robert wird nicht verkauft und spielt nächste Saison bei uns", sagte Hoeneß.

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Große Investitionen schloss er für diesen Sommer aus. Bisher haben die Bayern Leon Goretzka von Schalke 04 verpflichtet, zudem kehren die Leihgaben Serge Gnabry (Hoffenheim) und Renato Sanches (Swansea) zurück. Für Hoeneß ist dies völlig ausreichend: "Wir haben riesiges Potenzial."

Die Zukunft des FC Bayern stehe "schon heute auf dem Platz", ergänzte Rummenigge und nannte Joshua Kimmich, Niklas Süle, Corentin Tolisso, James, Kingsley Coman, Goretzka und Gnabry.

Allerdings haben elf Profis aus dem Kader der Münchner die 30 schon überschritten wie Arjen Robben (34), Franck Ribery (35), Rafinha (32), Manuel Neuer (32), Sandro Wagner (30) und Vidal (31) oder erreichen diese Marke in diesem Jahr wie Javi Martinez, Boateng, Lewandowski, Mats Hummels und Sven Ulreich.

Thomas Müller wird 29. Für Kovac wird es eine undankbare Aufgabe, (Alt)Stars wie Ribery oder Robben zu vermitteln, dass sie auch mal auf die Bank müssen.

Hoeneß: Mentalität wichtiger als Alter

Entscheidend ist für Hoeneß nach der Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Kovac und dessen Frankfurter sowie dem erneuten Aus im Halbfinale der Champions League aber ohnehin nicht das Alter, sondern die Mentalität der Profis.

"Wir brauchen den einen oder anderen Spieler", sagte er, "der in den wichtigen Spielen Höchstleistungen bringt - und nicht, wenn wir gegen die schwachen Gegner spielen. Daran müssen wir arbeiten."

Niko Kovac, übernehmen Sie!

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