Die Millionen-Deals am englischen Deadline Day
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Hoffenheims Coach sieht internationale Erfolge deutscher Teams in immer weitere Ferne rücken. Die Finanzkraft in England werde auch der FC Bayern bald spüren.

Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann sieht durch die finanzielle Übermacht der englischen Premier League internationale Erfolge deutscher Teams in immer weitere Ferne rücken.

Es sei "schwierig, international mitzuhalten", sagte der Coach, der mit den Kraichgauern in der kommenden Saison in der Champions League antritt, im vereinseigenen Magazin SPIELFELD.

Auch das Handeln der Bundesliga-Teams auf dem Transfermarkt werde durch den milliardenschweren TV-Vertrag in England sowie das Investment externer Geldgeber immer mehr zur Mammutaufgabe.

Nagelsmann: England-Stars lachen über FCB-Offerte

Nagelsmann ist sich sicher, dass das auch der nationale Branchenprimus Bayern München im Poker um internationale Top-Stars immer mehr zu spüren bekommen wird: "Ein 25-Jähriger, der bei Manchester United gespielt hat, lacht über die Angebote von Bayern München, weil er das Münchner Jahresgehalt in England in einem halben Jahr verdient."

In England sind inzwischen selbst Klubs aus dem Tabellen-Mittelfeld in der Lage, Spielern Gehältern in Sphären derer des deutschen Rekordmeisters anzubieten.

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Da eine finanzielle Gleichstellung auf absehbare Zeit nicht realistisch erscheint, müsse die Bundesliga laut Nagelsmann die Talentförderung in den Nachwuchsleistungszentren wieder verbessern.

"Wir müssen noch früher und besser scouten, die Klubs brauchen Trainer, die junge Spieler auch einsetzen. Das ist das Finanzierungsmodell, das die Bundesliga hat," so Nagelsmann.

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