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Michael Zorc spricht über die anstehende Bundesliga-Saison mit dem BVB
Michael Zorc spricht über die anstehende Bundesliga-Saison mit dem BVB © Getty Images
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Am 26. August beginnt die Saison für den BVB mit dem Spiel gegen Leipzig. Für Sportdirektor Michael Zorc sind die Bayern auch in der kommenden Spielzeit kaum zu schlagen.

Am 26. August beginnt die Bundesliga-Saison für den BVB mit dem Sonntagabend-Kracher gegen RB Leipzig.

Für Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc ist Rekordmeister Bayern München auch in der kommenden Spielzeit kaum zu schlagen.

"Wir sind ambitioniert, wir sehen uns als Teilnehmer der Champions League, aber alleine schon ein wirtschaftlicher Vergleich mit dem FC Bayern wäre wie das Rennen eines 800-PS-Rennwagens gegen einen mit 500 PS", sagte der 55-Jährige dem Onlineportal t-online. Die Meisterschaft sei ein "weit entferntes Ziel".

Titel für Zorc in weiter Ferne

Der BVB könne schließlich nicht "in fast allen Bereichen einen Neustart ausrufen, der - um es ganz deutlich zu sagen - alleine personell schon zwei Sommertransferperioden benötigen wird", und gleichzeitig den Titelkampf ausrufen. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen seien "leider maßgeblich im Fußball", sagte Zorc.

Zorc: Talent-Suche im Ausland einfacher

Zugleich sorgt sich Zorc um den Nachwuchs im deutschen Fußball. Er betonte: "Die Förderung der Talente ist im Ausland gegenwärtig zumindest erfolgreicher - und es ist zumindest momentan einfacher, ein absolutes Top-Talent in Frankreich oder England zu finden als in Deutschland."

Als einen möglichen Ausweg sieht er eine gemeinsame Initiative des DFB und der DFL, wie es sie Anfang des Jahrtausends gegeben hat. Zorc: "Damals war es die Initialzündung. Manchmal muss man Dinge erzwingen, damit sie zeitnah umgesetzt werden. Davon haben wir bis vor kurzer Zeit sehr profitiert."

Setzen die Bundesliga-Klubs zu viel auf Talente und zu wenig auf Stars und große Namen? Dieser Diskussion kann Zorc nichts abgewinnen. Er erklärte: "Mir gefällt dieses dogmatische Denken nicht. Das eine schließt das andere doch nicht aus. Wir können eigene Talente ausbilden, aber eben auch einen gestanden Spieler wie Axel Witsel holen, wenn wir das Gefühl haben, einen solchen Profi zu brauchen. Es sollte immer die Verstärkung der Mannschaft zählen, sonst setzt man sich unnötig Limits."

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