Redebedarf und Wiesn: Bayern lächelt gegen Krise an
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Matthias Sammer kann die Diskussion um Niko Kovac nicht verstehen und bricht eine Lanze für den Bayern-Coach. Die Spieler wirken "ein wenig uninspiriert".

Matthias Sammer, ehemaliger Sportvorstand des FC Bayern München, ist entsetzt darüber, dass in Teilen der Öffentlichkeit bereits über Niko Kovac diskutiert wird.

"Es ist ja pervers. Einerseits für ihn selber, er darf keine Sekunde nachlassen. Auch die Geschwindigkeit, wie plötzlich Themen bewertet werden, obwohl noch nicht viel passiert ist", sagte Sammer bei Eurosport.

Sammer stützt Kovac den Rücken

Kovac ist beim FC Bayern nach sieben Siegen zum Start seit vier Partien sieglos, am Samstag setzte es eine 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach. Am Sonntagvormittag gab es ein Krisengespräch mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Sammer wirbt um Geduld mit dem neuen Coach: "Er hat auch in Frankfurt ein paar Schwankungen erlebt. Die totale Geschlossenheit muss man jetzt wieder herstellen durch konsequente und harte Arbeit. Wenn dann plötzlich Interna rauskommen, ist das nie ein gutes Zeichen (...) und der Trainer ist immer der Depp. Das ist einfach nicht richtig."

Der FCB ist nach acht Spieltagen lediglich Tabellenfünfter.

"Es wirkt ein wenig uninspiriert"

"Was auffällt, in Ballbesitz wirkt es ein wenig uninspiriert. Die Leichtigkeit der ersten Spiele ist nicht mehr gegeben. Bei den Gegentoren ist das Bemühen da, aber es fehlen ein paar Prozentpunkte. Sie sind ein Stück weit weg vom Top-Level", analysiert Sammer.

"Aber wir sollten auch ein bisschen aufhören, es sind keine Maschinen. Selbst ein bisschen weniger bei Bayern München hat manchmal eine große Wirkung. Jetzt muss man sich die Frage stellen, wie komme ich wieder zum Top-Level."

Sammer war bis Juli 2016 Sportdirektor beim FC Bayern, ein Jahr später übernahm Salihamidzic das Amt als Nachfolger.

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