Das sagt Kovac zur Nicht-Nominierung von Boateng in der Nationalelf
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München - Bundestrainer Löw verzichtet in den kommenden Länderspielen auf Jerome Boateng. Offiziell, um eine Pause zu bekommen. Muss Boateng nun auch gegen Dortmund pausieren?

Diese Nicht-Nominierung überrascht!

Bundestrainer Jogi Löw verzichtet in den kommenden Länderspielen gegen Russland (15.11.) und die Niederlande (19.11.) auf Jerome Boateng.

"Ich bin davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut", erklärte Löw die Maßnahme, die er Boateng vorab mitteilte und welche nachvollziehbar ist. Boateng wirkt seit Wochen nicht so, als sei er bei hundertprozentigem Leistungsvermögen. Der 30-Jährige stabilisierte sich zwar zuletzt bei den Münchnern, von seiner Bestform ist der Innenverteidiger aber noch weit entfernt.

Boateng gegen Niederlande schwach

Beim 0:3 gegen die Niederlande in der Nations League lieferte er zuletzt, wie viele seiner Mitspieler, eine ganz schwache Leistung ab. Darüber hinaus verließ er einen Tag später die DFB-Elf verletzungsbedingt, ließ sich in München wegen muskulärer Probleme behandeln, um nur zwei Tage später wieder bei den Bayern zu trainieren, während die Löw-Elf am Abend 1:2 gegen Frankreich verlor. Eine Aktion, die nach SPORT1-Informationen im DFB-Trainerteam schon damals für Verwunderung sorgte.

Nun also die Nicht-Nominierung, auf die Boateng am Freitag prompt und respektvoll reagierte. Via Instagram verkündete er, dass er von Löw lediglich "eine Pause" bekomme.

Muss Boateng jetzt auch bei Bayern pausieren?

Spannend wird sein, für welche Formation sich Trainer Niko Kovac für den Bundesliga-Kracher gegen Tabellenführer Borussia Dortmund (Bundesliga: Borussia Dortmund - FC Bayern, Sa. ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) entscheidet.

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Gegen Athen (2:0) lief Boateng am Mittwochabend an der Seite von Mats Hummels in der Innenverteidigung auf. Beide spielten weitestgehend fehlerfrei, die Bayern blieben nach wettbewerbsübergreifenden vier Spielen mal wieder ohne Gegentor. Niklas Süle hingegen pausierte gegen die Griechen - um gegen Dortmund zu beginnen?

Für Süle spricht seine Konstanz und Schnelligkeit. Kovac schätzt den 23-Jährigen, brachte ihn in allen neun Bundesliga-Spielen, außer am 2. Spieltag in Stuttgart, über die volle Distanz. 

Kovac lobt Boateng

Für Hummels als Nebenmann von Süle spricht, dass auch er sich zuletzt gesteigert hat und einen fitteren Eindruck macht als Boateng. Zudem kehrt Hummels an alte Wirkungsstätte zurück. Kovac wird dies, ohne es zuzugeben, mit Sicherheit im Hinterkopf haben.

Boateng indes wurde von Kovac explizit für seine zuletzt gezeigten Auftritte im Bayern-Trikot gelobt: "Die drei Spiele, die er jetzt in Serie gemacht hat, hat er richtig gut gemacht." Die Löw-Entscheidung sei zwar ein "Novum", aber das bedeute nicht, dass "Jerome in Zukunft nicht wieder dabei sein wird", betonte der Kroate. 

Hummels deutet "Wildes" an

Welcher Innenverteidiger muss nun gegen den BVB auf die Bank? "Das ist ein Highlight-Spiel. Wir wollen alle spielen, das ist logisch", sagte Hummels auf SPORT1-Nachfrage und fügte schmunzelnd hinzu: "Vielleicht spielen wir auch alle und lassen uns was ganz Wildes einfallen."

BVB vs. FCB: Der Faktencheck zum Topspiel

Ist also eine Dreierkette mit Süle, Hummels und Boateng denkbar? Zumindest wäre es ein probates Mittel, flankiert von David Alaba und Joshua Kimmich, um gegen die flinken Dortmunder engere Abstände im Defensiv-Verbund zu haben. Kovac setzte in den bisher 17 Pflichtspielen jedoch immer auf eine Viererkette. Unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet im Top-Spiel etwas bislang nicht Eingespieltes probiert.

Übrigens: Durch Löws Nicht-Berücksichtigung von Boateng wird das künftige DFB-Duo in der Innenverteidigung wohl Hummels/Süle heißen.

Wahrscheinlich auch gegen Dortmund.

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