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Jonathan de Guzman zählt inzwischen zu den Leistungsträgern von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman zählt inzwischen zu den Leistungsträgern von Eintracht Frankfurt © Getty Images
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Eintracht-Profi Jonathan de Guzman beschuldigt den Sportdirektor seines früheren Klubs, SSC Neapel, ihn tätlich angegriffen zu haben, als sein Transfer nicht zustande kam.

Jonathan de Guzman, Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, hat schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Verein SSC Neapel erhoben. 

Im Interview mit der Zeitung De Volkskrant bezichtigte der Niederländer dessen Sportdirektor Cristiano Giuntoli, ihn tätlich angegriffen zu haben. 

"Er schlug mir plötzlich einfach ins Gesicht. Wir kämpften, Stühle fielen um", sagte de Guzman. Bei der Auseinandersetzung eskalierte ein seit Monaten schwelender Streit. 

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Der Spieler litt seinerzeit an Bauchschmerzen, die sich die Klubärzte nicht erklären konnten. De Guzman stand in der Saison 2015/16 oft nicht zur Verfügung. Irgendwann begann der Verein zu zweifeln.

De Guzman: "Ich fing an, an meinem Körper zu zweifeln"

"Sie dachten, ich hätte es mir ausgedacht. Das wurde mir so oft gesagt, dass ich anfing, an meinem eigenen Körper zu zweifeln. Es war krank", sagte de Guzman. 

Manager Giuntoli bestellte ihn schließlich in ein Hotel ein, um den Spieler zu verkaufen. "Du musst weg, weg, weg", soll er gesagt haben. So stellt es de Guzman heute dar.

Mit den England-Klubs Sunderland und Bournemouth verhandelte Neapel über ein Leihgeschäft. Die Vereine pochten auf die Fitness des Spielers. Doch de Guzmans Bauchschmerzen kamen wieder und wieder.

"Wenn Sie nicht unterschreiben, wird er wütend"

Der Deal kam nicht zustande. Giuntolis Assistent hatte den heutigen Frankfurter noch gewarnt. "Wenn Sie nicht unterschreiben, wird er wirklich wütend. Dann sind sie in Napoli gestorben, Sie werden nicht mehr spielen."

Als de Guzman nach der gescheiterten Ausleihe zum Klubgelände zurückkehrte, verlor Sportdirektor Giuntoli offenbar die Fassung. 

"Wir gingen in die Spielerlounge, wo er sagte: 'Sie haben versprochen, Sie würden gehen'", schilderte der Spieler. "Ich antwortete, ich hätte gar nichts versprochen." Danach, so sagte de Guzman, kassierte er Prügel. Schwere Vorwürfe, die man in Neapel bislang unkommentiert ließ. 

Mitspieler hätten ihm aus Angst vor Konsequenzen nicht geholfen. De Guzman wurde aus der Mannschaft verbannt, durfte nur noch Laufeinheiten machen. Als de Guzman endlich einen anderen Arzt aufsuchen durfte, wurde bei ihm eine Hernie, ein Eingeweidebruch, diagnostiziert. 

Laut de Guzman gestattete Nepael ihm die nötige Operation erst, als er nach Carpi verliehen worden war. 

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