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Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Pep Guardiola arbeiteten drei Spielzeiten gemeinsam für den FC Bayern © Imago
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Beide begegneten sich mit inniger Ablehnung: Auch Jahre nach einem Zwist hat Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt Pep Guardiola nicht verziehen.

Es war eine Beziehung, die auf gegenseitigem Misstrauen basierte: Pep Guardiola und Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der Star-Trainer und der mächtige Bayern-Doc. 

Am Ende führte das Zerwürfnis der beiden dazu, dass der Mannschaftsarzt seinen Dienst beim Rekordmeister quittierte - zumindest für die Zeit, die Guardiola noch in München verbrachte. 

Auch Jahre später ist der Mediziner noch nicht gut auf den Spanier zu sprechen. 

Müller-Wohlfahrt: "Auf Hoeneß lasse ich nichts kommen"

In einem Interview mit der Welt wurde Müller-Wohlfahrt gefragt, wie er reagieren werde, wenn der aktuelle Bayern-Trainer Niko Kovac von ihm fordern würde, einen Spieler entgegen seinem ärztlichen Rat vorschnell fit zu machen. 

Seine Antwort: "Das macht Niko nicht. Das hat außer Pep Guardiola auch kein Trainer in den vergangenen 40 Jahren versucht."

Ein Seitenhieb gegen den Coach. Zu gemeinsamen Zeiten soll Guardiola Müller-Wohlfahrt nach Niederlagen in wichtigen Spielen intern oft dafür kritisiert haben, dass angeschlagene Spieler nicht rechtzeitig einsatzfähig waren. 

Erst auf Intervention von Präsident Uli Hoeneß kehrte Müller-Wohlfahrt nach einer Auszeit zurück auf die Bank - wohlgemerkt: Lange nachdem Guardiola Bayern verlassen hatte. 

Den in der Kritik stehenden Hoeneß nahm Müller-Wohlfahrt in Schutz. 

"Ich habe letztlich ihm (...) meinen ganzen Werdegang zu verdanken. Auf Uli lasse ich nichts kommen", sagte er der Welt. "Was er (Hoeneß; d. Red.) für den FCB und viele ehemalige Spieler in den vergangenen 40 Jahren geleistet hat, mit welcher Hingabe und welchem Einsatz er sich für den Fußball aufgeopfert hat, ist unglaublich und einzigartig."

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