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Borussia Dortmund muss im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach auf drei seiner vier Innenverteidiger verzichten. Lucien Favre muss Improvisationstalent zeigen.

Alarmstufe Rot bei Schwarz-Gelb: Die erste Saisonniederlage von Borussia Dortmund bei Fortuna Düsseldorf kam zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn am Freitag steht bereits das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach an. (Bundesliga: Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach, 20.30 Uhr im LIVETICKER)

Verliert der BVB auch gegen die Fohlen, so schrumpft der Vorsprung auf die Gladbacher (und womöglich auch auf die Bayern, die am Samstag bei Eintracht Frankfurt spielen) auf nur noch drei Punkte.

Dem BVB gehen die Innenverteidiger aus 

Mit den Gladbachern kommt die zweitbeste Offensive der Liga in den Signal Iduna Park. Und ausgerechnet jetzt gehen BVB-Trainer Lucien Favre die Innenverteidiger aus. Dan-Axel Zagadou fehlte schon die vergangenen drei Bundesliga-Spiele aufgrund einer Fußprellung, gegen Düsseldorf verletzten sich auch das das etatmäßige Innenverteidiger-Duo Abdou Diallo (Zerrung) und Manuel Akanji (Muskelfaseriss).

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Mit Ömer Toprak steht damit nur noch einer der vier Innenverteidiger zur Verfügung. Lucien Favre muss also improvisieren. "Ich weiß noch nicht wer spielt", erklärte der Schweizer vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub.

Piszczek und Weigl eine Option

Möglich, dass Favre seinen Rechtsverteidiger Lukas Piszczek nach innen beordert. Der Pole hat schon einige Male innen ausgeholfen. Achraf Hakimi könnte dann die rechte Abwehrseite von Piszczek übernehmen. Das Problem: Marcel Schmelzer müsste als Linksverteidiger nochmal ran. Nach langer Verletzung war Schmelzer bei der Niederlage in Düsseldorf noch lange nicht in Top-Form und körperlich ausgepumpt.

Zweite Alternative: Auch Julian Weigl wäre eine Option, der 23-Jährige hat die Position unter Ex-Trainer Peter Bosz bereits bekleidet.

Auch Thomas Delaney und Axel Witsel könnten theoretisch Aushilfsinnenverteidiger spielen. Doch es erscheint unwahrscheinlich, dass Favre gegen die umschaltstarken Gladbacher seine eingespielte Doppelsechs sprengt.

Einen Joker hat Favre noch: Amos Pieper. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger spielt eigentlich für die Regionalliga-Mannschaft der Schwarz-Gelben. Wie der Kicker berichtet, stößt Pieper für das Gladbach-Spiel zu den Profis.

Auch Gladbach mit Abwehrproblemen

Was Favre eventuell trösten dürfte: Auch die Gladbacher plagen vor dem Spiel erhebliche Defensivsorgen. Abwehrchef Matthias Ginter fällt mit Kieferbruch weiter aus, auch sein Nebenmann in der Innenverteidigung, Nico Elvedi, ist fraglich. Der Schweizer wurde gegen Nürnberg mit einer Gesichtsverletzung ausgewechselt. Zudem ist auch der Einsatz von Ersatzmann Tony Jantschke noch offen.

Es scheint, als müsse nicht nur Favre, sondern auch sein Trainerkollege Dieter Hecking in der Abwehr improvisieren.

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