Rangnick-Ansage: "...dann können wir jeden schlagen!"
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Leipzig - Ralf Rangnick warnt die Konkurrenz nach dem Sieg gegen Gladbach. Dass RB Leipzigs Coach den Fokus nicht auf der Europa League legt, scheint sich auszuzahlen.

Nach dem beeindruckenden 2:0 (2:0)-Sieg im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach schickte RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick eine Warnung an die Konkurrenz.

"Unser Spiel lebt vom Spiel gegen den Ball. Wenn wir das so machen wie heute und dabei einigermaßen alle Mann an Bord haben, können wir jeden Gegner in der Bundesliga schlagen", sagte Rangnick auf der Pressekonferenz nach der Partie. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Dies würde vermutlich auch für den Großteil der Gegner in der Europa League gelten, doch dieser Wettbewerb hat für Rangnick bekanntlich keine Priorität. "Wenn wir ausscheiden, geht die Welt auch nicht unter", sagte er zuletzt nach der Niederlage beim FC Salzburg.

Das zeigt er auch mit seiner konsequent großen Rotation zwischen Bundesliga- und Europa-League-Spielen. Leicht angeschlagene Spieler werden in der Europa League gerne einmal geschont - und auch diesmal gab es gleich sechs Änderungen im Vergleich zum Salzburg-Spiel. 

Rangnick ordnet CL-Qualifikation alles unter

Alles nur, um das große Ziel in dieser Saison zu erreichen: Die Qualifikation für die Champions League. Durch den verdienten Sieg gegen die in dieser Saison bisher so starken Gladbacher rückte Leipzig wieder vor dem FC Bayern auf Rang drei vor. (Die Tabelle der Bundesliga)

Damit Rangnicks Plan aufgeht, braucht es aber alle Mann an Bord: "Man hat gemerkt, wie wertvoll die komplette Besetzung für uns ist. Die Rückkehr von Kevin Kampl, Diego Demme und Marcel Sabitzer war sehr wichtig. Unter dem Strich war das eine starke Mannschaftsleistung gegen einen ausgeruhten Gegner."

Ein Spieler ragte dennoch heraus - Timo Werner erzielte beide Treffer zum Sieg. Kurios: Der Nationalspieler erzielte bislang alle acht Saisontore jeweils per Doppelpack. Auch im DFB-Pokal hatte Werner in dieser Saison schon zweifach getroffen, in der Bundesliga bringt er es auf insgesamt elf Doppelpacks.

Gladbach verliert Anschluss an BVB

Mönchengladbach (26 Punkte) bleibt trotz der Niederlage auf Rang zwei. Der Abstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund beträgt nun aber sieben Punkte. Für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking war es zudem die erste Niederlage nach zuletzt drei Ligasiegen in Folge.

1.939 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen ein rasantes Spiel. Leipzig wurde vor allem über links mit Werner gefährlich, der Gegenspieler Michael Lang öfter schlecht aussehen ließ. Gleich mehrmals hatte der Stürmer das 2:0 auf dem Fuß (9./18./41.). 

Kurz vor der Pause schlug er dann erneut zu: Nachdem Yussuf Poulsen Gladbachs Keeper Yann Sommer schon umspielt hatte, übernahm Werner und schloss mit einem Flachschuss zum 2:0 ab. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Stindl und Hazard leiten Angriffe ein

Gladbach hielt im Leipziger Dauerregen dagegen und gefiel mit ansehnlichem Kombinationsspiel. Lars Stindl und Thorgan Hazard ließen sich oft fallen und bereiteten die Angriffsaktionen vor.

Nach einem Pass von Stindl tauchte Hazard vor Leipzigs Keeper Peter Gulacsi auf, doch der Ungar klärte rechtzeitig. Auch nach einem Stindl-Kopfball (31.) war der RB-Schlussmann zur Stelle.

Leipzig gab sich mit dem 2:0 nicht zufrieden und hielt auch nach dem Wechsel das Tempo hoch. Nach einer Flanke von Marcel Halstenberg (53.) verpasste Sabitzer nur knapp.

Die Gäste gaben sich nicht auf. In der 64. Minute nahm Hazard mit Vollspann Maß, doch wieder war der aufmerksame Gulacsi mit den Fäusten zur Stelle.

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