teilenE-MailKommentare

München - Seit drei Spielen lässt Bayern-Trainer Niko Kovac mit einer neuen Taktik spielen. Mit Erfolg - weil vor allem Robert Lewandowski und Thomas Müller profitieren.

Der FC Bayern ist dabei, die Hinrunde nach einer Berg- und Talfahrt doch noch zum Guten zu wenden.

Maßgeblichen Anteil daran haben vor allem Robert Lewandowski und Thomas Müller.

Zu beobachten ist deren ansteigende Formkurve vor allem, seit die beiden Routiniers von Präsident Uli Hoeneß persönlich zum Gespräch gebeten wurden, um Ursachenforschung über jenen FC Bayern zu betreiben, der sich beim 3:3 gegen Düsseldorf uninspiriert, anfällig und formschwach präsentierte.

Anzeige

Kovac' Systemumstellung zahlt sich aus

Beide spielen zuletzt auch deshalb so stark auf, weil sie wieder unmittelbar voneinander profitieren - und Bayern-Trainer Niko Kovac entscheidend umstellte.

ANZEIGE: Jetzt das Trikot des FC Bayern kaufen - hier geht es zum Shop!

Lewandowski blieb selbstredend der Stürmer an vorderster Front, aber er bekam mit Spielmacher Müller in den vergangenen drei Spielen (drei Siege) die entscheidende Zutat. Der Pole profitiert derzeit davon, dass Müller mit sämtlichen Freiheiten ausgestattet wird und sich wieder hinter ihm bewegen kann. Als freies Radikal, das sich zwischen den Linien vor einer defensiven Doppelsechs bewegt, entlastet Müller in der Offensive nicht nur Lewandowski, sondern verschafft ihm auch Räume.

Müller verschafft Lewandowski Platz

"Es läuft für beide Seiten besser. Für Thomas ist es auch besser, wenn er mit mir spielen kann", so Lewandowski.

Wie sich das Spiel für ihn verändert, erklärt der Stürmer wie folgt: "Ein Spieler von uns ist immer im Strafraum, ich habe durch ihn auch mehr Platz und muss nicht mehr gegen zwei oder drei Gegner spielen. Es immer besser, wenn man offensiv mehrere Optionen hat." 

Auch Müller schwärmt vom runderneuerten Zusammenspiel mit Lewandowski. "Na klar hilft das. Das Kombinationsspiel funktioniert auch ganz gut", sagt der 29-Jährige. "Wir können die ein oder andere Situation natürlich noch besser abschließen, wenn der letzte Pass noch besser zum Spieler geht oder die Übersicht noch besser ist. Aber insgesamt sieht es schon wieder ganz gut aus."

Müller blüht wieder auf

Vor allem Müller ist dieser Tage nicht wiederzuerkennen.

Tat sich der Ur-Bayer über weite Strecken der Saison noch schwer, seine Rolle zu finden, weil er mal als Achter agierte, mal als Flügelspieler, blüht er nun wieder auf. Sie ist wieder da, diese unorthodoxe Spielweise, bei der Hackentricks gelingen, die vielleicht gar nicht als solche geplant waren und Pässe ankommen, die zuvor womöglich im Nichts landeten.

Und Lewandowski? Der trifft wieder nach Belieben: Doppelpack gegen Nürnberg, Doppelpack gegen Lissabon - und immer brandgefährlich.

Mit neuem Selbstbewusstsein und zurückgewonnener Stärke bläst Lewandowski nun sogar zum leisen Angriff auf den Spitzenreiter. "Der Abstand zu Dortmund ist schon groß. Gewinnen wir jetzt bis Jahresende aber alle Spiele und verringert sich der Abstand ein bisschen, dann können wir eine Ansage machen. Jetzt müssen wir uns aber erstmal auf uns konzentrieren und unseren Fußball verbessern."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image