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RB Leipzig feiert einen Kantersieg gegen Fortunaa Düsseldorf
RB Leipzig feiert einen Kantersieg gegen Fortunaa Düsseldorf © Getty Images
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Düsseldorf - RB Leipzig schlägt Fortuna Düsseldorf nach furioser erster Hälfte deutlich. Für das Team von Friedhelm Funkel ist es die erste Niederlage nach vier Siegen in Folge.

RB Leipzig hat Fortuna Düsseldorf brutal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und seinen eigenen Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde eindrucksvoll korrigiert. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Nach zuvor drei Auswärtsspielen in der Liga ohne Sieg und eigenen Treffer gewannen die Sachsen beim Aufsteiger hochverdient mit 4:0 (3:0) und verbesserten sich auf den vierten Platz, der in die Champions League führt.

Der überragende Yussuf Poulsen (2., 16.) und Ibrahima Konate (9.) machten bereits in der Anfangsphase den dritten Auswärtssieg der Roten Bullen in dieser Saison praktisch perfekt. Konrad Laimer (68.) setzte mit seinem ersten Bundesligator den Schlusspunkt. Leipzig war mit einem 0:1 gegen Borussia Dortmund in die Rückrunde gestartet. (Service: Spielplan und Ergebnisse)

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Rensing nach Fehler: "Das war scheiße"

"Das war scheiße, direkt in der zweiten Minute", sagte Fortuna-Torwart Michael Rensing, der das erste Gegentor mit einem kapitalen Fehler begünstigt hatte: "Nach den frühen drei Gegentoren war die Partie praktisch entschieden. Aber so etwas passiert, das haben wir in der Hinrunde auch erlebt. Wir sind gefestigt genug und werden das schnell abhaken."

"Wenn man gegen eine so starke Mannschaft nach einer Viertelstunde 0:3 zurückliegt, dann laufen die Spiele so", erklärte Funkel nach dem Spiel bei Sky. Da sei es fast unmöglich, zurückzukommen. "Wir hatten ein paar Möglichkeiten zum Anschluss zu kommen. Das ist uns nicht gelungen. Unterm Strich war es einfach eine schlechte Leistung."

Zu hoch will er das Spiel aber nicht bewerten. "Solche Tage gibt’s, da müssen wir uns einfach den Mund abputzen und weitermachen." Funkel glaubt nicht, dass die Niederlage bleibenden Schaden bei seiner Mannschaft hinterlassen wird. "Das wirft uns nicht um, das macht uns noch stärker. Wir werden in den nächsten Wochen wieder eine andere Mannschaft auf dem Platz sehen."

Über einen Torhüterwechsel denkt er angesichts des Rensing-Patzers nicht nach. "Ich muss das Spiel erstmal verdauen. Wir werden morgen die eine oder andere Situation analysieren. Aber Michael ist ein starker Torwart, der uns in den letzten Wochen sehr geholfen hat."

RB-Trainer Rangnick war dagegen hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Wir haben heute endlich mal wieder ein überzeugendes Auswärtsspiel an den Tag gelegt. Das wurde auch Zeit. Dass wir nach 17 Minuten schon 3:0 geführt haben, hat uns in die Karten gespielt. Wir sind sehr froh über das Spiel, das Ergebnis und die Leistung. Daran wollen wir gleich am Freitag in Hannover anknüpfen", sagte er.

Fortuna nicht mehr als ein Sparringspartner

Die Fortuna, die im Hinspiel noch ein 1:1 in Leipzig erreicht hatte und zuletzt durch vier Siege in Serie, darunter ein 2:1 gegen Tabellenführer Dortmund, für Furore gesorgt hatte, war nicht mehr als ein Sparringspartner für das Team von Trainer Ralf Rangnick.

Die Hausherren liefen zu Ehren von "Teufelskerl" und "Fußball-Gott" Toni Turek in einem dunkelgrauen Sondertrikot auf. Der Weltmeister von 1954 und frühere Fortuna-Keeper wäre am 18. Januar 100 Jahre alt geworden. Düsseldorf agierte vom Start weg wie von allen guten Geistern verlassen und lud die Sachsen förmlich zu Gegentoren ein. Leipzig nahm die Geschenke dankend an. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Zunächst ermöglichte Fortuna-Torwart Michael Rensing den Gästen mit einem kapitalen Bock einen Start nach Maß, als er nach einer Ecke von Marcel Halstenberg den Ball fallen ließ. Da seine Vorderleute anschließend auch indisponiert waren, konnte Poulsen seinen neunten Saisontreffer erzielen.

Düsseldorf zu Spielbeginn im Winterschlaf

Nur sieben Minuten später befand sich Fortuna erneut im Winterschlaf, den der französische Innenverteidiger Konate zu seinem ersten Bundesligatreffer nutzte. Kurz darauf düpierte wiederum der Däne Poulsen die Fortuna-Defensive, die völlig neben der Spur war.

Die Gäste schalteten nach ihrem Feuerwerk in den ersten 20 Minuten einen Gang zurück, sodass sich die sichtlich geschockte Fortuna vor 34.394 Zuschauern ein wenig aus dem Klammergriff der Leipziger befreien konnte. Der Favorit bestimmte aber nach wie vor klar das Geschehen, Düsseldorf hatte lediglich nach einer knappen halben Stunde durch Kapitän Oliver Fink eine gute Möglichkeit.

Im zweiten Durchgang bereitete die Fortuna den Leipzigern weitaus mehr Schwierigkeiten als im ersten Durchgang. Dodi Lukebakio (48.) und wiederum Fink (56.) vergaben gute Möglichkeiten, auch der eingewechselte Marwin Ducksch sorgte vor dem Tor von RB-Keeper Peter Gulacsi für Gefahr.

Nach einer kurzen Sturm- und Drangphase der Düsseldorfer hatten die Leipziger, die am kommenden Freitag beim Abstiegskandidaten Hannover 96 mit dem Trainer Thomas Doll erneut auswärts antreten müssen, aber wieder alles im Griff und brachten nicht zuletzt durch den Treffer von Laimer die drei Zähler locker ins Ziel.

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