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Die Dienste von Mario Götze waren bei Lucien Favre anfangs selten gefragt. Der BVB-Star spricht über den frustrierenden Saisonstart und seine Lehren daraus.

Mario Götze und Lucien Favre: Den besten Start hatten die beiden nicht bei Borussia Dortmund

Zu Saisonbeginn spielte der einstige WM-Held in den Planungen des neuen Trainers kaum eine Rolle, saß entweder auf der Bank oder sogar nur auf der Tribüne. 

Eine ungewohnte Situation, für jemanden, der von sich behauptet: "Stillstand ist Rückschritt."

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Götze musste lernen, mit der Situation klarzukommen, dass er zwar fit ist, aber dennoch nicht spielen durfte. Eine Kombination, die er in seiner Karriere zum ersten Mal erlebt hat. 

Götze über Start unter Favre: "Das war sehr bitter"

"Es gibt Phasen, in denen nicht alles nach Plan läuft. Natürlich wünscht man sich diese Zeiten nie", sagte er jetzt im Interview mit der Welt am Sonntag. "Der Beginn der Saison war schon sehr bitter, das muss ich zugeben."

Obwohl er beim BVB eine Zeit lang außen vor war und Kritiker ihn bereits abgeschrieben hatten, hat Götze zu der Zeit nie an einen Wechsel gedacht. 

"Ich bin kein Spieler, der so schnell sagt: 'Ich haue hier ab!'", sagte er. "Ich bin Mannschaftssportler, denke zunächst einmal an das Team und mache keinen Stunk!"

Götze hat seinerzeit nicht den Trainer, nicht das System, sondern in erster Linie sich selbst hinterfragt. Vielleicht war das der entscheidende Schlüssel zum Comeback. 

Favre: Götze hat sich nie hängen lassen

"Es kommt darauf an, zu reflektieren und gerade auch aus Tiefen die richtigen Schlüsse zu ziehen", sagte er. "Es gibt für mich nur einen Weg – weiter an mir zu arbeiten, weiter mein Bestes zu geben."

Eine Einstellung zum Sport und Berufsleben als Fußballer, die auch Lucien Favre bei den täglichen Übungseinheiten aufgefallen ist. 

"Er hat sich nie hängen ­lassen und in jedem Training gezeigt, dass er will", sagte der Trainer in der Bild am Sonntag über Götze. "Mario spielt jetzt vorne und macht das gut. Er läuft viel, verteidigt und presst aber auch gut."

Durch akribische Arbeit hat sich Götze zurück ins Team gekämpft. In den Spielen vor der Winterpause gehörte er sogar wieder zur Startelf. 

"Die Art und Weise, wie das Jahr endete, war wiederum sehr positiv für mich", sagte er der WamS. "Daraus schöpfe ich Kraft für die nächsten Monate."

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