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München - Der frühere Bayern-Stürmer verrät eine spannende Anekdote aus seiner Zeit in München. Hoeneß und van Gaal waren die zentralen Figuren.

Bevor Mario Gomez seine erfolgreichste Zeit beim FC Bayern hatte, war er kurz davor, zum Auslaufmodell zu verkommen. 

Im Interview mit der Sport Bild blickte der Stürmer jetzt auf die für ihn schwierige Anfangszeit in München zurück.

Nach seiner ersten Saison war er bei Louis van Gaal unten durch. Der Trainer "degradierte mich zum Stürmer Nummer vier und sagte, dass es für alle das Beste wäre, wenn ich wechsle", verriet Gomez.

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Hoeneß zu Gomez: "Du musst bleiben!"

Der Torjäger sah sich seinerzeit nach Alternativen um und wurde mit einer Offerte aus England bei den Klubbossen vorstellig, um seinen Wechsel zu forcieren. Doch er stieß auf Widerstand.

"Als ich zu Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß mit einem Angebot von Liverpool ging, hielt Hoeneß sich den Bauch und meinte: 'Mein Bauchgefühl sagt, dass du bleiben musst!'"

Hoeneß sollte Recht behalten. Denn Gomez schaffte tatsächlich noch den Durchbruch beim Rekordmeister und überzeugte sogar seinen kritischen Coach von sich. 

"Einige Monate später sagte van Gaal zu mir, dass er zur Erkenntnis gekommen sei, dass ich sein Stürmer Nummer eins sei", erzählte Gomez.

Offenbar hatte sich der Niederländer bei der ursprünglichen Bewertung seines Spielers geirrt. Inwieweit Hoeneß die Meinung des Trainers geändert hatte, ist unbekannt.

Nur Messi toppte Gomez' Torausbeute

Auch wenn van Gaal 2012 gar nicht mehr Trainer in München war: Ohne dessen Sinneswandel wäre Gomez wohl nie zum internationalen Top-Stürmer der damaligen Zeit aufgestiegen.

In besagter Saison erzielte er in der Champions League zwölf Tore. Nur Lionel Messi traf häufiger. 

Dass er van Gaals Widerstand gebrochen und den Trainer von sich überzeugte, war für Gomez im Nachhinein "mein persönlich vielleicht größter Sieg der Karriere".

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