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München - Die Profis des FC Bayern sind zum größten Teil aus der Länderspielpause zurück. Für die meisten war die Reise zu den Nationalteams erfolgreich. Doch gibt es neue Sorgen.

Die Bayern-Profis sind wieder zurück im Bundesliga-Alltag.

Am Montag hatte ihnen Trainer Niko Kovac noch frei gegeben, bereits am heutigen Dienstag fanden sich die Nationalspieler aber wieder an der Säbener Straße ein.

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Mit breiter Brust und ohne Wehwehchen kamen die deutschen Nationalspieler zurück. Nach dem 1:1 gegen Serbien war der 3:2-Sieg zum EM-Quali-Auftakt in den Niederlanden gut für das Selbstvertrauen. Positiv für die Bayern: Alle fünf Nationalspieler spielten eine bedeutende Rolle beim geglückten Neuanfang der DFB-Auswahl.

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Neuer kann sich auszeichnen

Manuel Neuer verteidigte mit zwei Weltklasse-Paraden und einer starken Gesamtleistung in Amsterdam seinen Status als Nummer eins im DFB-Tor.

Ist er jetzt wieder ganz der Alte? "Weiß ich nicht", sagte der 32-Jährige.

"Grundsätzlich habe ich aber ein bisschen darauf gewartet, dass Sachen kommen, wo ich mich auszeichnen kann. In der Vergangenheit hatte ich nicht viele solcher Szenen."

Auch mit Blick auf die Bayern fügte Neuer hinzu: "Ich habe eine gute Rückrunde gespielt, davon bin ich fest überzeugt. Ich versuche immer hart an mir zu arbeiten, jedes Training alles zu geben und jeden Ball zu halten."

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Niklas Süle dürfte sich in München wieder wohler damit fühlen, nicht mehr der Abwehrboss sein zu müssen. Diesen Auftrag hatte er in der vergangenen Woche und wird ihn auch fortan beim DFB erfüllen, wenngleich er ihn selbst nicht eingefordert hat.

Süle absolvierte beide Länderspiele über die volle Distanz und war auch zweikampfstark. Der 23-Jährige hatte aber auch Szenen, in denen er unsicher wirkte. Möglich, dass ihm Kovac am Samstag in Freiburg eine Pause gönnt. Schließlich haben die von Löw aussortierten Mats Hummels und Jerome Boateng in München voll trainieren können.

Kimmich wieder Rechtsverteidiger

Joshua Kimmich wird sich im Verein nun wieder als Rechtsverteidiger austoben müssen. Bei Löw ist er auf seiner Wunschposition im defensiven Mittelfeld gesetzt, bei Kovac nicht. Ändert sich das jetzt, fragte ihn ein Reporter in Amsterdam? "Sie können ja mal mit unserem Trainer sprechen", antwortete Kimmich und lachte. "Dass ich beide Positionen spielen kann, weiß aber mittlerweile jeder."

Leon Goretzka hingegen wird in München wieder auf seine Lieblingsposition zurückkehren, ins zentrale Mittelfeld. Bei Löw muss er oft auf den ungeliebten Flügel ausweichen. Vorteil Bayern: Gegen Serbien traf er zum 1:1 und durfte gegen die Niederlande beginnen. Das wird Goretzka weiter Auftrieb geben. "Allein seine Mentalität ist wichtig für uns auf dem Platz", urteilt Kollege Kimmich. "Er ist ein brutal dynamischer Spieler."

Seinen Höhenflug fortgesetzt hat auch Serge Gnabry. Gegen Serbien wurde er wegen den Nachwehen einer Grippe noch geschont. Gegen die Niederlande blühte er auf, erzielte das Traumtor zum 2:0 und war einer der besten Spieler auf dem Platz.

Sorgen um Coman und Alaba

Ungünstig lief die Ligapause dagegen für Kingsley Coman. Der Franzose hatte verletzungsbedingt seit über einem Jahr nicht mehr für Frankreich gespielt und stand nun wieder im Aufgebot.

Beim ersten Quali-Spiel gegen Moldawien (4:1) musste der Flügelstürmer nach dem Aufwärmen aber mit Schmerzen im Rückenbereich passen und reiste bereits am Montag wieder nach München zurück. Die Schmerzen sollen auch in den Oberschenkel gezogen sein. Am Dienstag absolvierte Coman aber bereits wieder große Teile des Münchner Mannschaftstrainings.

Auch David Alaba kehrte verletzt zurück, er setzte auch am Dienstag mit dem Training aus. Offiziell plagen den Österreicher muskuläre Probleme, weswegen er auch beim 2:4 gegen Israel nicht mit von der Partie war. Zuvor hatte er mit seiner Auswahl in der Quali 0:1 gegen Polen und Bayern-Kumpel Robert Lewandowski verloren.

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James weilt noch in Südkorea

Für den polnischen Topstar lief es besser. Lewandowski kam in beiden Spielen über die volle Distanz zum Einsatz. Im zweiten Quali-Spiel gegen Lettland (2:0) traf er zum 1:0.

Viele Reisekilometer absolviert mal wieder James Rodriguez. Mit Kolumbien traf der Linksfuß in Yokohama zunächst auf Japan (1:0). Der 27-Jährige spielte 87 Minuten. Am Dienstag war er noch eine Halbzeit beim 1:2 in Seoul noch gegen Südkorea am Ball, sein vermeintlicher Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit wurde dabei nicht gegeben.

Alphonso Davies hat sich im Spiel gegen Mainz (6:0), in dem er zum ersten Mal im Bayern-Dress getroffen hatte, eine leichte Bänderdehnung im rechten Knie zugezogen und konnte deshalb nicht für Kanada auflaufen.

Die nächsten Länderspielreisen stehen erst wieder im kommenden Juni nach Saisonende an. Bis dahin kann sich der Rekordmeister voll auf die Meisterschaft und den DFB-Pokal konzentrieren.

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