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David Alaba spricht über den Bayern-Nachwuchs und hat ein Problem bei den jungen Spielern ausgemacht. Außerdem erklärt er seine Gedanken bei der Leihe nach Hoffenheim.

Bayern-Profi David Alaba hat die Nachwuchsspieler des Rekordmeisters in die Pflicht genommen.

"Ich glaube schon, dass man in den letzten Jahren sehen konnte, dass viele junge Spieler sehr, sehr schnell zufrieden waren mit dem, was sie erreicht haben. Dass sie sehr schnell zufrieden waren, dass sie bei uns oben mittrainieren durften. Dass sie zu dem Zeitpunkt schon einen guten Vertrag hatten und vielleicht gutes Geld verdient haben", sagte der Österreicher in einem Podcast der Bild

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Alaba meint, einen Grund dafür ausgemacht zu haben: "Es ist – glaube ich – auf den Punkt gebracht: Sie sehen gar nicht, was sie erreichen können. Was für eine Chance sie da haben. Das sind die Beobachtungen, die ich gemacht habe." Er war der letzte Spieler, der den Sprung aus der Jugendabteilung der Münchner zu den Profis gepackt hat.

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Leihe nach Hoffenheim "ein Schock"

Der Linksverteidiger wurde im Januar 2011 von den Münchnern für ein halbes Jahr nach Hoffenheim verliehen. Für den damals 18-Jährigen war es ein schwieriger Schritt, wie er rückblickend erzählte. "Das war schon ein Schock für mich, weil ich ein oder zwei Tage später nach München gefahren und wir ins Trainingslager geflogen wären. Darauf war ich einfach schon eingestellt." Alaba hielt sich zu diesem Zeitpunkt noch in seiner Heimatstadt Wien auf.

Der 26-Jährige weiter: "Es ist dann wirklich relativ schnell gegangen. Ich hatte ein paar Stunden Zeit gehabt, um mich zu entscheiden, habe damals gleich auch Fieber bekommen, weil ich so geschockt war. Und ich habe mich dann für den Schritt entschieden und bin einen Tag später nach Hoffenheim gefahren."

Alaba mit Zweifeln

Dort wurde er zum Stammspieler und bestritt 18 Pflichtspiele mit fünf Scorerpunkten. Etwaige Zweifel an seinem Zwischenschritt konnte Alaba schnell beiseite schieben. Doch die Gedanken waren bei ihm durchaus vorhanden: "Da geht dir durch den Kopf: Wenn ich es dort jetzt nicht schaffe und meine Spiele nicht mache, dann brauche ich gar nicht mehr zurückkommen zum FC Bayern."

Doch nach seiner Rückkehr eroberte er auch in München einen Stammplatz und ist seither nicht mehr aus der Mannschaft des Rekordmeisters wegzudenken.

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